Podcast mit Vizekapitän Kickers vor Atlas-Derby – Mahncke spürt Aufschwung
Wo steht Fußball-Regionalligist Kickers Emden nach dem Pokal-Coup in Drochtersen? Vizekapitän Peer Mahncke möchte am Mittwoch die Mentalität mit ins Derby nehmen. Ein Testspieler ist im Probetraining.
Emden - Bei Kickers Emden herrschte beste Stimmung vor dem Abschlusstraining gegen Atlas Delmenhorst. Vizekapitän Peer Mahncke erzählte im Podcast „Inside Kickers Emden, der Fußball-Podcast für Ostfriesland“, wie gut der überraschende Pokalerfolg am Freitagabend bei der SV Drochtersen/Assel getan habe. „Wir waren erleichtert und auch froh, dass wir uns endlich mal mit einem guten Ergebnis belohnt haben. Es war für uns von Vorteil, mal als Underdog in ein Spiel gehen zu können.“
Die Rollen werden am Mittwochabend (19.30 Uhr, bei uns im Liveblog) im brisanten Derby bei Atlas Delmenhorst wieder ganz anders verteilt sein. „Uns wurde von den Fans auch schon mitgegeben, wie wichtig die Partie in Delmenhorst für sie ist.“ Für die Regionalliga sei die Unterstützung der Emder Anhänger schon außergewöhnlich. „Wenn ich sehe, wie viele mit nach Drochtersen an einem Freitagabend bei schlechter Autobahnanbindung mitfahren, macht das schon großen Spaß. Das werden in Delmenhorst sicher noch ein paar mehr sein“, freut er sich auf das Derby.
Mahncke über zu viele Unkonzentriertheiten
Peer Mahncke wird die Mannschaft nach der Verletzung von Fabian Herbst auch in Delmenhorst aufs Feld führen und hofft, nach dem durchwachsenen Start auf weitere Erfolgserlebnisse. „Die neue Fußball-Idee von Kickers ist auch mit ein bisschen mehr Risiko verbunden, aber dass wir so viele Tore kassieren, darf natürlich nicht passieren. Ich finde, wir haben es teilweise schon ganz gut gemacht, aber uns zu viele Unkonzentriertheiten erlaubt. Die tun dann einfach extrem weh, weil man einfach so wenig Zählbares dann mitnimmt. Und ich hoffe, dass wir jetzt den Aufschwung durch die Mentalität im Pokalspiel mitnehmen können.“
Aufsteiger Atlas Delmenhorst ist nach vier Spieltagen mit sieben Punkten sehr ordentlich in die Saison gestartet. Zuletzt gab es einen 1:0-Auswärtssieg bei der bis dahin noch ungeschlagenen Zweitvertretung von Hannover 96 II. „Das wird natürlich ein ganz anderes Spiel als in Drochtersen, wesentlich körperlicher, es kann auch sehr eklig werden. Ich hoffe, dass wir schon einen Schritt weiter sind als noch vor zwei Wochen“, meinte Trainer Björn Lindemann, der vor dem Training noch selber mit dem Rasenmäher den Platz stutzte.
„Der rennt auch durch eine Stahltür“
Besonders viel Respekt hat er vor Atlas-Kapitän Ibrahim Temin, den Lindemann selber auch schon in der Saison 2022/2023 in Jeddeloh trainierte. „Wenn es sein muss, rennt der auch durch eine Stahltür“, schwört er seine Mannschaft auf einen sehr robusten Gegner ein. In Drochtersen hätte er sich von seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit ein etwas dominanteres Auftreten gewünscht. „Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Gefreut habe ich mich für Luca Petzold, dass er ein, zwei richtig starke Paraden gezeigt hat“, hofft Lindemann, dass auch der Keeper nach den vielen Gegentoren neues Selbstvertrauen getankt hat.
Vor der Regionalliga-Partie in Delmenhorst gibt es personell ein wenig Entspannung. Der zuletzt erkrankte Moritz Busch kommt wieder zurück, auch Ayukayoh Mengot war am Montag nach langer Zeit mal wieder auf dem Trainingsplatz und soll zum Kader gehören.
Moritz Berg ist im Probetraining
Ein Spieler präsentiert sich gerade im Probetraining. Der defensive Mittelfeldspieler Moritz Berg machte die letzten Einheiten mit. Der 23-Jährige war in der vergangenen Saison beim österreichischen Zweitligisten SV Kapfenberg unter Vertrag. „In einer englischen Woche ist das für die Jungs natürlich immer sehr schwierig, sich zu zeigen. Wir schauen ihn uns jetzt an und dann entscheiden wir“, so Lindemann. In den nächsten Wochen wird sich das Lazarett auch mehr und mehr lichten.
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