Barrierefreiheit Mitmachaktion zeigt Barrieren für Rollstuhlfahrer

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 14.08.2026 16:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Aktion in Barßel machte auf Barrieren im öffentlichen Raum aufmerksam. Foto: Hans Passmann
Die Aktion in Barßel machte auf Barrieren im öffentlichen Raum aufmerksam. Foto: Hans Passmann
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Über 30 Betroffene und Interessierte testeten in Barßel den Alltag mit Einschränkungen. Die Aktion macht sichtbar, wo Barrieren beginnen – und was sich ändern könnte.

Barßel - Über 30 Interessierte haben an der Mitmachaktion des Seniorenbeirats, des Beirats für Menschen mit Behinderungen und der Barßeler Grünen teilgenommen und Barßel aus der Perspektive von Rollstuhlfahrern kennengelernt oder ihre eigenen Alltagserfahrungen als Betroffene geteilt.

Ziel der Veranstaltung war es, Barrieren in Barßel erfahrbar zu machen und mehr Bewusstsein für diese Hindernisse zu schaffen. Dafür haben die Organisatoren über zehn Rollstühle und Simulationsbrillen, die verschiedene Seheinschränkungen nachbilden, zur Verfügung gestellt, sagt Initiator Hannes Coners (Grüne).

Schnelle Verbesserungen möglich

„Viele Barrieren bleiben Menschen ohne Behinderung verborgen, weil sie ihnen im Alltag gar nicht auffallen. Mit unserer Aktion wollen wir diese Hindernisse sichtbar machen“, motiviert Michaela Heitmann vom Beirat für Menschen mit Behinderungen.

Teilnehmende erlebten Barßel aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung. Foto: Hans Passmann
Teilnehmende erlebten Barßel aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung. Foto: Hans Passmann

Wie schnell Verbesserungen möglich sind, zeigt der Traumspielplatz am Hafen. Auf Anregung des Beirats wurden dort ein befestigter Weg zum Rollstuhltrampolin sowie eine Kommunikationstafel geschaffen.

Problem sind Barrieren, nicht Behinderung

„Dass wir irgendwann auf Gehhilfen oder andere Formen von Unterstützung angewiesen sein werden, gehört zum Älterwerden dazu. Deshalb freuen wir uns, wenn wir auch jüngere Menschen mit der Aktion ansprechen. Wenn alltägliche Wege mit zunehmendem Alter immer beschwerlicher werden, kosten sie mehr Zeit und Kraft. Irgendwann entscheiden sich manche Menschen, lieber zu Hause zu bleiben – und genau das kann Einsamkeit verstärken“, so Brigitte Ebben vom Seniorenbeirat.

Behinderte und Nichtbehinderte nahmen an Mitmachaktion vom Seniorenbeirat, Behindertenbeirat und den Barßeler Grünen teil, um Barßel aus der Perspektive von Rollstuhlfahrern kennenzulernen. Bild: Hans Passmann
Behinderte und Nichtbehinderte nahmen an Mitmachaktion vom Seniorenbeirat, Behindertenbeirat und den Barßeler Grünen teil, um Barßel aus der Perspektive von Rollstuhlfahrern kennenzulernen. Bild: Hans Passmann

Den Anstoß zur Aktion gab der Grüne Ratsherr Hannes Coners. Die Idee entstand im Gespräch mit einer Freundin, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist und sich einen Perspektivwechsel wünschte. „Wir sollten vermeiden, Menschen auf ihre Behinderung zu reduzieren, sondern den Blick auf Hindernisse richten, die ihnen den Alltag erschweren. Oft ist nicht die Behinderung das eigentliche Problem, sondern die Barrieren und der Umgang der Gesellschaft mit ihnen“, so Coners.

Maßnahmen bei Gemeinde beantragt

„Viele Hindernisse lassen sich mit einfachen, pragmatischen Maßnahmen beseitigen, was Barßel schlussendlich für alle lebenswerter macht. Entsprechende Anträge werden im Nachgang bei der Gemeinde eingereicht.“

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