Musikwettbewerb ESC 2027 findet in Bulgariens Touristenhochburg Burgas statt

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Von dpa
| 13.08.2026 10:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sängerin Dara aus Bulgarien gewann den ESC in Wien. (Archivbild) Foto: Jens Büttner
Sängerin Dara aus Bulgarien gewann den ESC in Wien. (Archivbild) Foto: Jens Büttner
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Die Fans des Eurovision Song Contest (ESC) erwartet nächstes Jahr auch maritimes Flair. Das Musikevent soll in der bulgarischen Schwarzmeerstadt Burgas veranstaltet werden. Das gilt als Überraschung.

Gastgeber des Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr ist die bulgarische Stadt Burgas am Schwarzen Meer. Das teilten die Europäische Rundfunkunion (EBU) sowie der öffentlich-rechtliche Sender BNT in Sofia als Veranstalter mit. Die Touristenhochburg Burgas setzte sich damit gegen die bulgarische Hauptstadt Sofia durch. Das ESC-Finale soll am 15. Mai 2027 stattfinden.

Nach Bulgariens erstem Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) 2026 mit Daras Song „Bangaranga“ wird das Musikevent nächstes Jahr erstmals in dem südöstlichen EU-Land über die Bühne gehen. Im Gegensatz zum diesjährigen Austragungsort, der österreichischen Hauptstadt Wien, soll der ESC im kommenden Jahr vor einem maritimen Hintergrund veranstaltet werden. Der ESC gilt als größter Musikwettbewerb der Welt.

Burgas: Touristenhochburg und Partymetropole 

Die mit rund 200.000 Einwohnern viertgrößte bulgarische Stadt Burgas ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum von Bulgariens Südosten. Die Hafenstadt liegt 360 Kilometer östlich der Hauptstadt Sofia, die 1,3 Millionen Einwohner hat. Es gilt als Überraschung, dass Burgas das Rennen vor Sofia machte.

Badeorte in der Umgebung wie etwa der Sonnenstrand (Slantschew Brjag) gelten als Bulgariens maritime Partyzone. Der größte Park der Stadt, der sogenannte Meeresgarten, erstreckt sich etwa fünf Kilometer am Strand entlang. Von dort aus eröffnet sich ein Ausblick auf die Bucht von Burgas und die Schwarzmeerküste.

Für den Eurovision Song Contest dürfte Burgas eine außergewöhnliche Kulisse direkt an der Schwarzmeerküste bieten. In der Hafenstadt wurde erst 2023 die neue Arena Burgas eröffnet. Diese könnte bei Konzerten auf bis zu 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauern erweitert werden. Der Flughafen Burgas ist nach dem Airport Sofia der am meisten frequentierte Flugplatz des Landes.

EBU verschärft Regeln für Gastgeber

Die EBU hat unterdessen festgelegt, dass der Song Contest künftig nur in Ländern mit stabiler Sicherheitslage stattfinden kann. Das Siegerland komme automatisch nicht mehr als Gastgeber infrage, „falls ein bewaffneter Konflikt, eine heikle geopolitische Lage oder eine sonstige Situation die Sicherheit oder Stabilität des betreffenden Staates oder der unmittelbaren Region erheblich beeinträchtigt“, teilte die EBU mit. 

In diesem Fall werde die EBU einen alternativen gastgebenden Rundfunksender bestimmen. Die Organisation nennt kein konkretes Beispiel. Allerdings belegte Israel beim diesjährigen ESC in Wien Platz zwei. Beim Gewinn des Song-Contests wäre Israel das nächste Gastgeberland gewesen. Das Land ist am Iran-Krieg beteiligt. 

Live-Auftritte, keine vorproduzierten Stimmen

Außerdem wird nach den neuen Regeln das Mindestalter der Künstler und Künstlerinnen von jetzt 16 auf 18 Jahre erhöht. Damit sollen nicht mehr besonders junge Menschen dem Druck des Wettbewerbs ausgesetzt sein.   

Beim Gesang legt die EBU noch einmal fest, dass Auftritte des Frontsängers oder der Frontsängerin live sein müssen und nicht durch vorproduzierte Stimmen unterstützt werden dürfen. „Diese Präzisierung soll die Integrität jedes Auftritts wahren und sicherstellen, dass das Publikum bei jedem vorgetragenen Lied den Lead-Gesang live hört“, so die EBU. 

Teilnehmerkreis über Europas Grenzen hinaus

Die EBU, ein Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten aus 57 Ländern, organisiert den seit 1956 ausgetragenen Wettbewerb. Eine EBU-Vollmitgliedschaft ist Voraussetzung für die Teilnahme. Da das EBU-Sendegebiet Nordafrika und Teile des Nahen Ostens einschließt, sind Länder wie Israel, Zypern, Marokko oder Tunesien teilnahmeberechtigt.

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