Wahlkampf in Berlin Berlins Finanzsenator Stefan Evers vor neuen Aufgaben

Andreas Heimann und Fabian Nitschmann, dpa
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Von Andreas Heimann und Fabian Nitschmann, dpa
| 10.07.2026 20:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Finanzsenator Stefan Evers (CDU) ist schon lange in der Berliner Landespolitik aktiv. (Archivbild) Foto: Annette Riedl
Finanzsenator Stefan Evers (CDU) ist schon lange in der Berliner Landespolitik aktiv. (Archivbild) Foto: Annette Riedl
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Stefan Evers wird in der Berliner Landespolitik einiges zugetraut. Der CDU-Politiker gilt als erfahren und als kluger Stratege. Bald könnte er im Wahlkampf von sich reden machen.

Stefan Evers ist in der Berliner Landespolitik ein bekanntes Gesicht. Der studierte Jurist ist seit 2023 Finanzsenator und hat nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson Ende April zusätzlich auch deren Aufgaben übernommen. Bei der Frage, wer in der Berliner CDU für noch höhere Ämter geeignet wäre, wurde auch in der Vergangenheit schon häufig sein Name genannt. Nun soll er nach dem Vorschlag der CDU-Kreisvorsitzenden Spitzenkandidat der Partei bei der Abgeordnetenhauswahl werden.

Der 46-Jährige wurde in Herdecke in Nordrhein-Westfalen geboren, lebt aber bereits seit 1999 in Berlin. Rechtswissenschaften hat er an der Universität Potsdam studiert und anschließend als Referent im Deutschen Bundestag gearbeitet. Evers hat in der CDU eine lange Parteikarriere hinter sich.

Schon seit 2011 ist er Mitglied des Landesparlaments – und startete gleich als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 2018 bis 2023 war er parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion, von Dezember 2016 bis Herbst 2023 Generalsekretär der Landespartei.

Evers kann im Wahlkampf auch Attacke

Gerade in Wahlkämpfen hat er sich profiliert, nicht zuletzt durch scharfe Attacken auf politische Gegner. Evers gilt als jemand, der den Finger in die Wunde legt – auch, wenn es anderen wehtut.

Er hat den Ruf, fachlich kompetent zu sein, schnell zu denken und zu reden. Regierungschef Wegner kennt ihn schon lange und konnte sich auf seine Loyalität verlassen. Inhaltlich waren sie üblicherweise auf einer Linie. Von Evers ist daher kein erhebliches Umsteuern bei den politischen Zielen zu erwarten, abgesehen davon, dass er als Finanzsenator regelmäßig lauter als andere darauf hingewiesen hat, dass Geld nicht auf den Bäumen wächst.

Finanzen und Kultur in Personalunion

Der Finanzsenator ragt stets heraus: Stefan Evers ist aufgrund seiner Körpergröße selten zu übersehen. Dass er im Berliner Senat nicht nur für Finanzen, sondern auch für die Kultur zuständig ist, gilt als ungewöhnliche Kombination. Der Sparfuchs selbst wacht also über die finanziellen Kürzungen bei Theatern und Museen. Bisher klappt das recht geräuschlos.

Wegner holte ihn im April 2023 in sein Regierungsteam. Im Landesvorstand der CDU ist Evers bisher einer seiner Stellvertreter.

Evers ist verheiratet und schwul. Nicht nur beruflich, sondern auch privat ist er kulturinteressiert. Evers gilt als Filmfan – und als Tierfreund: Der „Berliner Morgenpost“ verriet er, der Tierpark Friedrichsfelde sei für ihn ein magischer Ort. Den Tierpark kennt er schon lange. Seine Favoriten leben in der Himalaya-Anlage: „Für die Roten Pandas komme ich immer gerne her.“

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