Jetzt abstimmen Drei Bäckereien im Finale um Ostfrieslands bestes Schwarzbrot

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Von Ute Nobel
| 08.07.2026 11:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Wir suchen das beste Schwarzbrot Ostfrieslands. Grafik: Thorben Malchus
Wir suchen das beste Schwarzbrot Ostfrieslands. Grafik: Thorben Malchus
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Wir suchen Ostfrieslands bestes Schwarzbrot. Nun stehen die drei Finalisten fest – wählt jetzt den Schwarzbrot-Sieger.

Ostfriesland - Wir suchen Ostfrieslands bestes Schwarzbrot – und ihr habt uns fleißig Vorschläge geschickt, welche Bäckerei eurer Meinung nach das beste backt. Insgesamt 1640 gültige Nennungen sind bei uns eingegangen.

Jetzt geht es ins Finale. Aus den drei meistgenannten Bäckereien könnt ihr nun bis zum 14. Juli 2026 den Gewinner wählen. Das sind die drei Finalisten:

Bäckerei Buchholz aus der Krummhörn

Das Schwarzbrot in der Bäckerei von Johann Buchholz werde seit 1895 nach dem gleichen Rezept hergestellt. Foto: privat
Das Schwarzbrot in der Bäckerei von Johann Buchholz werde seit 1895 nach dem gleichen Rezept hergestellt. Foto: privat
Geschäftsführer und Bäcker- und Konditormeister Johann Buchholz freut sich: „Ich habe das Ganze auf Facebook mitverfolgt!“ Dass sein Schwarzbrot es unter die Top 3 geschafft hat, liege vor allem an dem besonderen Geschmack, ist sich Buchholz sicher. „Unser Brot ist ganz mild und saftig mit einer leicht süßlichen, nussigen Note.“ Seit 1895 hätten sich weder das Rezept noch die Herstellung des Schwarzbrots geändert, so Buchholz. „Schrot wird mit heißem Wasser überbrüht und dann zwei Tage lang in einem Eichen-Holztrog gelagert“, sagt er. Das sei mit Barrique-Wein zu vergleichen, der auch in Holzfässern ruht. Aus diesem Ansatz werde dann der Teig gemacht. Und durch dieses Verfahren komme die besondere Milde zustande. Mittlerweile habe die Bäckerei Fans in ganz Deutschland, die regelmäßig in der Krummhörner Bäckerei bestellten, so der Bäckermeister. Auch beim jährlichen Parlamentarischen Abend in Hannover käme sein Schwarzbrot auf den Tisch, sagt Buchholz.

Bäckerei Thesinga aus Upgant-Schott

Heino Thesinga zeigt das Schwarzbrot, das das Unternehmen seit mehr als 60 Jahren herstellt. Foto: Karin Böhmer
Heino Thesinga zeigt das Schwarzbrot, das das Unternehmen seit mehr als 60 Jahren herstellt. Foto: Karin Böhmer
Noch etwas jünger aber dennoch unverändert sei das Schwarzbrot in der Bäckerei Thesinga. „Seit mehr als 60 Jahren wird das so gemacht“, sagt Bäckermeister und Geschäftsführer Heino Thesinga, der gemeinsam mit seiner Schwester Beate das Unternehmen in zweiter Generation führt. „Es ist saftig und nicht zu salzig, das kommt gut an“, sagt er. Und: „Wir nehmen uns die nötige Zeit bei der Teigherstellung.“ Insgesamt 24 Stunden ruhe der Vorteig des Brotes, erst am Backtag werde dann der Hauptteig hergestellt – und das Brot dann bis zu acht Stunden bei niederigen Temperaturen gebacken. Insgesamt verarbeite der Betrieb bis zu fünf Tonnen Teig in der Woche.

Bäckerei Bruhns aus Leer

Bäckermeister Enno Bruhns hält ein frisch gebackenes, drei Kilo schweres Schwarzbrot in der Hand. Foto: Ute Nobel
Bäckermeister Enno Bruhns hält ein frisch gebackenes, drei Kilo schweres Schwarzbrot in der Hand. Foto: Ute Nobel
Bäckermeister Enno Bruhns ist überrascht, dass er es mit seiner Bäckerei ins Finale geschafft hat. „Wir sind doch so eine kleine Bäckerei“, so der Inhaber des Betriebs am Pferdemarkt in Leer. „Aber unsere Qualität ist groß“, sagt er und lacht. Das Schwarzbrot bei Bruhns sei noch echte Handarbeit. „Viel Liebe und Zeit“, stecken in dem Handwerk. „Es wird alles von Hand gemacht, es wird von Hand abgenommen und in Form gebracht.“ Das Brot in einer Kastenform zu backen, komme bei ihm nicht infrage: Alle Brote werden dicht und eng aneinandergereiht in den Ofen geschoben. Sechseinhalb Stunden lang werde es dann gebacken. Laut Bruhns wird in der Leeraner Bäckerei übrigens sehr auf norddeutsche Regionalität geachtet: Das Getreide für sein Schwarzbrot bekomme er aus Bremen.

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