Ostfriesland Azubis sind jetzt Ausbildungsbotschafter
Geschulter Nachwuchs soll an Schulen in der Region den eigenen Beruf authentisch vorstellen. Die ersten Freiwilligen stehen fest.
Ostfriesland - Wie fühlt sich Ausbildung „in echt“ an und wie läuft der Alltag im Betrieb wirklich ab? Diese Fragen beantworten am besten diejenigen, die mittendrin stecken. Damit Jugendliche bei der Berufsorientierung einen authentischen Einblick bekommen, sind Azubis aus verschiedenen Betrieben zu Ausbildungsbotschaftern geschult worden.
Die Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK), die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) sowie die Wachstumsregion Ems-Achse haben dafür ein Seminar abgehalten. Ziel der Initiative ist es, Jugendliche bei der Berufsorientierung zu unterstützen und die Attraktivität der dualen Ausbildung in der Region zu stärken. Dafür sollen die geschulten Azubis in Schulklassen gehen.
Unterstützung bei der Berufswahl
Die Ausbildungsbotschafter für das Handwerk sind: Kfz-Mechatroniker mit Fachrichtung Nutzfahrzeuge Lars Jakobs aus Hinte (Emder Anlagen- und Fahrzeugtechnik), Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Heye Schmid aus Westoverledingen (Natelberg Gebäudetechnik, Rhauderfehn), Tischlerin Maya Janßen aus Emden (Stadt Emden), Hörakustikerin Rica-Alin Bohlen aus Emden (Fielmann, Emden), Tischler Cedric Stiegler aus Holtland (Tischlerei Frerichs, Holtland), Technische Systemplanerin Neele Marie Homann aus Filsum (Husmann Stahlbau, Firrel), Metallbauerin Jasmin Bohlen aus Leer (Hansa Polytechnik, Moormerland) und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik Jan Ole Berghaus aus Aurich (Krüger Elektrotechnik, Großefehn).
Infos aus erster Hand
Das Projekt „Ausbildungsbotschafter“ soll dem wachsenden Fachkräftebedarf in der Region entgegenwirken. Der qualifizierte Nachwuchs soll stärker in den Mittelpunkt gestellt werden. Insgesamt 115 geschulte Azubis sollen künftig an Schulen aus erster Hand über ihre Ausbildung, Karrierechancen, Bewerbungsverfahren und die Anforderungen der Betriebe berichten. Momentan sind pro Ausbildungsbotschafter ein bis drei Schuleinsätze pro Jahr geplant.
„Wenn Azubis, die selbst noch mitten in der Ausbildung stecken, Jugendlichen auf Augenhöhe von ihren Erfahrungen berichten, macht das die Berufsinformation besonders glaubwürdig“, sagt Andreas Rügner, Fachkräfteberater der Handwerkskammer. Darüber hinaus könnten sie den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie vielfältig und chancenreich eine duale Ausbildung ist und ihnen so Unsicherheiten vor der Berufswahl nehmen.