Planschen im eigenen Garten Checkliste für den Start in die Pool-Saison

| 24.06.2026 12:40 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Vor dem ersten Sprung in den Pool sollte vor allem der Wasserzustand untersucht werden. Fotos: Pixabay
Vor dem ersten Sprung in den Pool sollte vor allem der Wasserzustand untersucht werden. Fotos: Pixabay
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Experten raten, den Wasserzustand sowie die Funktionsfähigkeit von Pumpe und Filteranlage vorab zu prüfen. Und das Becken sollte auf Risse untersucht werden.

Ostfriesland - Bevor nach der Winterpause wieder im heimischen Pool geplanscht werden kann, ist einiges zu tun. Aber: Wie viel Putzen ist nach der Winterpause wirklich notwendig?

Laub und Äste können mit einem Kescher entfernt werden. „Dann muss man beurteilen, in welchem Zustand sich das Wasser befindet“, sagt Ute Wanschura vom Bundesverband Schwimmbad & Wellness. Muss es komplett ausgewechselt werden oder lässt es sich weiter nutzen?

Neues Wasser kann aus der Wasserleitung ins Becken eingelassen werden. Dann sollte das Wasser gechlort werden, am besten mit einer Stoßchlorung, um Algen und Bakterien zu bekämpfen. Dabei wird der Chlorgehalt kurzzeitig überhöht. Es sollten deutlich über ein Milligramm pro Liter Wasser zugeführt werden.

Insbesondere für Kinder ist ein Pool im eigenen Garten eine tolle Sache.
Insbesondere für Kinder ist ein Pool im eigenen Garten eine tolle Sache.
Das gilt auch, wenn das alte Wasser weiter genutzt werden soll. „Je nach Zustand des Wassers kann es sinnvoll sein, nur einen Teil abzulassen und mit frischem Wasser aufzufüllen“, sagt Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Wichtig ist der ph-Wert des Wassers. Ideal ist ein Wert zwischen 7,0 und 7,4.

Außerdem sinnvoll: Pumpe und Filteranlage sollten nach dem Winter auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. „Filteranlagen setzen sich oft zu. Sie müssen dann gründlich von Rückständen befreit werden“, erläutert Michael Henze Alle zwei bis drei Jahre sollten diese Geräte ausgetauscht werden, wenn sie stark verschmutzt sind.

Auch das Zubehör - beispielsweise die Leiter - verdient einen prüfenden Blick.
Auch das Zubehör - beispielsweise die Leiter - verdient einen prüfenden Blick.
„Boden und Wände sollten außerdem auf Beschädigungen untersucht werden“, rät Ute Wanschura. Oft gibt es Risse in der Folie. Steht eine Grundreinigung an, gilt es, Verschmutzungen am Boden und an den Wänden schonend zu beseitigen. „Das geht am besten mit einer weichen Bürste oder Schwämmen“, so Ute Wanschura. Ihrer Meinung nach eignen sich sogenannte Poolroboter nicht für die Grundreinigung. „Diese Arbeiten müssen in der Regel manuell ausgeführt werden, damit alles sauber wird. Reinigungsroboter schaffen das meist nicht.“

Dafür haben die kleinen Automaten andere Einsatzmöglichkeiten, etwa bei der regelmäßigen Poolpflege. Der große Vorteil: Man muss nicht selbst ins Wasser steigen, um den Pool zu reinigen. Das übernimmt der Roboter, indem er das Becken mit seinen Bürsten schrubbt. „Wir empfehlen Roboter mit Akkubetrieb, weil sie flexibler sind als Geräte mit Kabel“, so Michael Henze. Besonders komfortabel sei es, wenn Roboter über eine „Krabbelfunktion“ verfügen, also selbstständig die Wände hochkommen. Ein- bis zweimal pro Woche sollte der zum Einsatz kommen.

„Man solle täglich nachschauen, ob Blätter oder Insekten auf der Wasseroberfläche schwimmen, und diese dann mit einem Kescher entfernen“, so Henze. Will man den Pool möglichst sauber halten, ist eine Abdeckung sinnvoll.