Notfälle Güterzug-Waggons in München von Brücke gestürzt - Ein Toter

dpa
|
Von dpa
| 20.06.2026 03:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Waggons stürzten von einer Brücke. Foto: Ehsan Monajati/dpa
Die Waggons stürzten von einer Brücke. Foto: Ehsan Monajati/dpa
Artikel teilen:

Zwei Waggons eines Güterzugs stürzen in München mitten in der Nacht von einer Bahnüberführung auf eine Straße. Ein Mensch stirbt. Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle laufen.

Dramatische Bilder aus der Nacht: Zwei Waggons eines Güterzugs sind in München von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt. Dabei kam eine Person ums Leben, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Nähere Angaben zu dem Toten lagen zunächst nicht vor.

Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge gegen 1.40 Uhr in der Nacht zum Samstag. Aus bislang ungeklärten Gründen waren zwei Güterzüge beim Rangieren auf der Eisenbahnbrücke zusammengestoßen, wie eine Polizeisprecherin vor Ort sagte. Durch die Kollision sei einer der Züge entgleist, woraufhin zwei Waggons von der Brücke hinuntergefallen seien. 

Mit dem einen Ende lagen die beiden Waggons daraufhin nebeneinander auf der Schleißheimer Straße, während sich das andere Ende noch auf der Brücke befand. „Dass zwei Züge miteinander kollidieren und von einer Brücke stürzen - unfassbar“, sagte dazu ein Feuerwehrsprecher.

Wie es weitergeht

Die Waggons des Güterzugs krachten auf eine Straße. Foto: Ehsan Monajati/dpa
Die Waggons des Güterzugs krachten auf eine Straße. Foto: Ehsan Monajati/dpa

Am Morgen begann die Bergung der Waggons - wie lange sie dauern wird, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Auch sonst blieben viele Fragen zunächst noch offen, unter anderem dazu, aus welchem Grund die Züge bei den Rangierarbeiten zusammenstießen. Auch die Schadenshöhe lässt sich noch nicht abschätzen.

Keine Einschränkungen im Regional- und Fernverkehr

In den Waggons befand sich nach Angaben der Polizei keine Ladung. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand demnach nicht. 

Es wurde damit gerechnet, dass die Unglücksstelle im Stadtteil Milbertshofen möglicherweise noch bis Sonntag gesperrt bleiben könnte. Laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn passierte das Unglück auf einer Strecke, die ausschließlich von Güterzügen genutzt wird. Einschränkungen im Regional- oder Fernverkehr gebe es daher nicht.

Ähnliche Artikel