Iran-Krieg Kuwait meldet feindliche Angriffe mit Raketen und Drohnen
Im amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran wird Kuwait erneut zum Ziel von Angriffen. Trotz Waffenruhe ist die Luftabwehr im Einsatz. Auch in Bahrain heulen die Sirenen.
Der Golfstaat Kuwait wird erneut von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche hingen damit zusammen, dass Geschosse abgefangen würden. Zur Herkunft der Drohnen und Raketen und den Zielen der Angriffe gab es zunächst keine Angaben. Auch in Bahrain gab es in der Nacht Raketenalarm, wie das Innenministerium bekannt gab. Die Bevölkerung solle sich ruhig verhalten und an sicheren Orten aufhalten.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar feuerten die Streitkräfte der Islamischen Republik jedoch immer wieder solche Geschosse auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der eigentlich seit Anfang April geltenden Waffenruhe kam es zuletzt vereinzelt erneut zu solchen iranischen Angriffen. Teheran sprach dabei von Vergeltung für Angriffe des US-Militärs.
Kurz zuvor hatte das US-Militär bekanntgegeben, im Persischen Golf einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt zu haben. Das Schiff habe am Dienstag versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.