Fußball-Bundesliga Eintracht und Riera verlieren auch beim Vize-Meister BVB

Jana Glose und David Hammersen, dpa
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Von Jana Glose und David Hammersen, dpa
| 08.05.2026 22:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nico Schlotterbeck jubelt über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Bernd Thissen
Nico Schlotterbeck jubelt über seinen Treffer zum 2:1. Foto: Bernd Thissen
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Frankfurt schockt Dortmund früh, doch der BVB dreht das Spiel und feiert neben emotionalen Abschieden auch die Vize-Meisterschaft. Bei der Eintracht muss Riera weiter um seinen Job zittern.

Borussia Dortmund hat sich die Vize-Meisterschaft gesichert und damit den Druck auf Eintracht Frankfurts heftig kritisierten Trainer Albert Riera weiter erhöht. Die Mannschaft von Niko Kovac drehte einen frühen Rückstand zu einem 3:2 (2:1) und feierte den 13. Heimsieg dieser Bundesliga-Saison. Frankfurt bleibt durch die erneute Pleite außerhalb der Europapokalplätze und droht die Teilnahme am internationalen Geschäft zu verpassen. 

Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion brachte Can Uzun (2. Minute) die Eintracht früh in Führung. Doch Serhou Guirassy (42.) und Nico Schlotterbeck (45.+1) drehten die Partie innerhalb von vier Minuten noch vor der Pause zugunsten des BVB. Mit seinem ersten Bundesliga-Treffer glänzte dann Samuele Inacio (72.), ehe Jonathan Burkardt (87.) für die insgesamt verbesserte Eintracht verkürzte.   

Emotionale Abschiede und früher BVB-Schock 

Vor Anpfiff wurden nicht nur die BVB-Abgänge Julian Brandt, Salih Özcan sowie Niklas Süle, sondern zuvor auch Ex-Sportdirektor Sebastian Kehl mit viel Applaus, Sprechchören und La-Ola-Welle verabschiedet. Während Süle seine Karriere nach der Saison beendet, ist die Zukunft von Brandt, einem der dienstältesten Borussen, sowie die von Özcan offen. Kehl könnte es nach seiner Vertragsauflösung laut Berichten zu Tottenham Hotspur ziehen. 

Die BVB-Abgänge Niklas Süle (l), Julian Brandt (m) und Salih Özcan (r) wurden vor dem Spiel verabschiedet. Foto: Bernd Thissen
Die BVB-Abgänge Niklas Süle (l), Julian Brandt (m) und Salih Özcan (r) wurden vor dem Spiel verabschiedet. Foto: Bernd Thissen

Auf dem Rasen erwischte Frankfurt mit vier Startelf-Wechseln nach dem enttäuschenden 1:2 gegen den HSV einen traumhaften Start. Bereits in der zweiten Minute ließ der Ex-Borusse Mahmoud Dahoud, der erstmals seit dem 23. Spieltag wieder in der Liga zum Einsatz kam, mehrere Dortmunder stehen und bediente Uzun, der den Ball trocken von der Strafraumkante zum 1:0 ins rechte Eck schlenzte. 

Immer wieder Spieltags-Kapitän Brandt 

Im neuen BVB-Heimtrikot waren die Hausherren nach dem Blitz-Gegentor um eine schnelle Antwort bemüht. Gleich zweimal wäre Brandt, der in seinem letzten Heimspiel die Kapitänsbinde trug, fast Vorlagengeber für den Ausgleich geworden. Doch zunächst setzte Marcel Sabitzer eine Flanke des 30-Jährigen am Pfosten vorbei (15.), ehe SGE-Keeper Michael Zetterer einen Kopfball von Inacio nach einer punktgenauen Brandt-Hereingabe entschärfte (17.). Jean-Matteo Bahoya vergab sogar noch die Chance zum Ausgleich.

Wenig später probierte es Brandt selbst aus der zweiten Reihe, doch Zetterer entschärfte seinen Flachschuss genauso problemlos (25.) wie kurz darauf einen Distanzschuss von Jobe Bellingham. Während der BVB weiter den Weg nach vorne suchte, lauerte die SGE auf Konter. Vor der Pause ging es dann auf einmal schnell: Erst glich der bis dahin unauffällige Guirassy nach einem Klasse-Angriff mit seinem 16. Saisontor aus, ehe Schlotterbeck eiskalt zum 2:1. traf.

Debüttreffer und Comebacks 

Vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler macht der BVB auch nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Patrick Ittrich - bei dessen 93. und zugleich letzten Einsatz in der Bundesliga - Druck. Doch nach einem schnellen Konter landete der Ball dann plötzlich im Tor der Dortmunder, Fares Chaïbi stand aber zuvor deutlich im Abseits. Der BVB verzeichnete in der 60. Minuten den ersten Abschluss in Halbzeit zwei. Einen Abschluss von Julian Ryerson entschärfte Zetterer mit dem Fuß. 

Schiedsrichter Patrick Ittrich leitete sein letztes Liga-Spiel. Foto: Bernd Thissen
Schiedsrichter Patrick Ittrich leitete sein letztes Liga-Spiel. Foto: Bernd Thissen

Keine Chance hatte der Keeper dann beim Debüttreffer des 18-jährigen Inacio nach einer perfekten Hereingabe von Maximilian Beier. Für Jubel sorgten neben dem Tor kurz darauf auch die Einwechselungen der zuletzt verletzten Felix Nmecha und Karim Adeyemi. 

Besonders großen Applaus gab es im letzten Flutlichtspiel der Saison dann noch für Süle, der bei seinem Kurzeinsatz mit frisch blondierten Haaren auflief.

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