Rekordkurs  Hexer von Dinklage hält 5. Elfmeter in Serie – fatal für Firrel

| | 05.05.2026 10:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Torwart Jan Rohe (links) ist der große Rückhalt des TV Dinklage. Das Foto zeigt ihn im Vorjahr beim Spiel gegen GW Firrel. Foto: Jens Doden
Torwart Jan Rohe (links) ist der große Rückhalt des TV Dinklage. Das Foto zeigt ihn im Vorjahr beim Spiel gegen GW Firrel. Foto: Jens Doden
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Firrel und auch Esens lernten die Kunst von Jan Rohe kennen. In 63 Jahren Bundesliga glückte nur einem einzigen Schlussmann solch eine Serie.

Dinklage/Firrel - In der Fußball-Landesliga Weser-Ems treibt seit März der „Hexer von Dinklage“ sein Unwesen. Wer sich auch immer in den vergangenen zwei Monaten den Ball zum Elfmeter zurechtlegte, dem Fluch des Tormannes vom TV Dinklage konnte sich keiner entziehen. Jan Rohe bringt alle Schützen zur Verzweiflung. Am Sonntag parierte der Tormann bereits den fünften Elfmeter in Serie. Dasselbe Kunststück vollbrachte übrigens in 63 Jahren Bundesliga nur ein einziger Torhüter: 2025 glückte Noah Atubolu vom SC Freiburg diese Rekordmarke.

Das „Opfer“ vom „Hexer“ aus Dinklage war am Sonntag übrigens GW Firrel. Möglicherweise entscheidet die Rohe-Parade gegen Firrel am Ende sogar den Abstiegskampf. Denn der Michel Hahn besaß beim Stand von 1:1 in der 83. Minute die große Chance, die Gäste aus elf Metern auf die Siegerstraße zu bringen. Doch wieder einmal ahnte Rohe die vom Torschützen auserkorene Ecke voraus und hielt den Ball. Es kam noch schlimmer für die Ostfriesen. Ein 2:1-Sieg wäre im Abstiegsduell möglich gewesen, am Ende gewann aber der TV Dinklage durch ein Tor von Paul Bein in 88. Minute mit genau diesem Resultat. Bei einem Sieg der Firreler hätten der Rückstand auf die rettende Zone und den TV Dinklage nur noch zwei Zähler betragen, nun ist der TVD um acht Punkte enteilt.

„Elfmeter-Killer“ bereits einmal auf Rekordkurs

Michel Hahn allerdings muss sich nicht zu sehr grämen. Denn das Schicksal eines Elfmeterfehlschusses gegen Dinklage teilt er mit vielen anderen Akteuren. So parierte Rohe erst vor einer Woche einen Strafstoß im Spiel gegen den VfR Voxtrup. Einige Spiele zuvor hatte es auch der TuS Esens im Heimspiel gegen den TV nicht geschafft, den Schlussmann aus elf Metern zu bezwingen. TuS-Akteur Daniil Osadets scheiterte, sein Team gewann dennoch mit 3:2.

Und besonders schlimme Erinnerungen an den Dinklager Tormann hat Spitzenreiter Vorwärts Nordhorn. Beim 2:2 gegen den TVD wehrte Rohe Anfang März gleich zwei Elfmeter ab. Insgesamt müssen sich die Dinklager bei Strafstößen also keine großen Sorgen machen. Von sieben Elfmetern in dieser Saison parierte ihr Torhüter gleich sechs. Nur Jan-Niklas Wiese vom SV Brake fand ein Rezept, den Keeper vom ominösen Punkt zu überwinden.

Der „Elfmeter-Killer“ begab sich übrigens in der vergangenen Saison bereits einmal auf Rekordkurs, als er erst im achten Saison-Spiel und nach 720 Minuten seinen ersten Gegentreffer kassierte. Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt ließen Rohe und seine Vorderleute damals eine unfassbare Serie von fünf Partien folgen, die allesamt 0:0 endeten. Auch bei dieser Sensationsmarke hatte der 24-Jährige seine Hände ganz maßgeblich im Spiel. Kein Zweifel: Jan Rohe ist der „Hexer von Dinklage.“

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