Hamburg 46. Verhandlungstag im Block-Prozess: Mutmaßlicher Entführer aus Israel schildert Version der Tat
Der Gerichtsprozess um die Unternehmerin Christina Block ging in die nächste Runde. Ein 35-jähriger Bauingenieur aus Israel, der in die Entführung der Block-Kinder aus Dänemark verwickelt sein soll, schildert seine Version der Tat. Der Prozesstag zum Nachlesen.
Im Hamburger Block-Prozess hat ein weiterer mutmaßlicher Entführer als Zeuge seine Sicht der Ereignisse aus der Silvesternacht 2023/24 geschildert. „Ich bin kein Verbrecher“, sagte der 35-Jährige, der nach eigenen Angaben Bauingenieur in Israel ist, laut Übersetzung. Er habe nur helfen wollen, denn der Chef einer israelischen Sicherheitsfirma habe ihm berichtet, dass die beiden jüngsten Kinder der Unternehmerin Christina Block angeblich beim Vater misshandelt würden.
Die Anreise des Zeugen und drei weiterer Beschuldigter aus Israel hatte sich aufgrund des Iran-Kriegs verzögert. Die Justiz gewährt den Männern für ihre Aussage sicheres Geleit, stellt jedoch spätere Anklagen gegen die Gruppe in Aussicht.
Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder (damals 10 und 13 Jahre alt) in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen.