Champions League UEFA-Geldstrafe gegen FC Bayern - aber kein Fan-Ausschluss
Im Bayern-Spiel gegen Real werden Fotografen durch Fans verletzt, die UEFA ermittelt. Nun kommt das Urteil - und der Meister mit einem blauen Auge davon.
Der FC Bayern München kann das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain vor vollen Rängen bestreiten, muss aber eine saftige Geldstrafe bezahlen. Der deutsche Meister wurde von der Europäischen Fußball-Union wegen diverser Vorfälle im Viertelfinale gegen Real Madrid mit einer Buße von knapp 90.000 Euro belegt. Von einem drohenden Zuschauer-Teilausschluss blieben die Münchner verschont.
In der Schlussphase der Real-Partie in der Allianz Arena waren Bayern-Anhänger über den Zaun geklettert und zum Spielfeldrand vorgedrungen. Nach dem 4:3-Siegtreffer in der Nachspielzeit drückten sie im Jubel gegen Fotografinnen und Fotografen, die dort hinter der Werbebande saßen. Dabei waren einige Journalisten eingeklemmt worden. Laut Polizeiangaben wurden mindestens zwei Frauen und zwei Männer verletzt.
Die UEFA verhängte nun ein Bußgeld von 40.000 Euro wegen der Innenraumverletzung. Hinzu kommen 30.000 Euro wegen der Verbreitung unangemessener Botschaften durch die Fans, 14.000 Euro wegen des Blockierens öffentlicher Durchgänge und 5.625 Euro wegen des Werfens von Gegenständen.
Kein Fan-Ausschluss trotz Bayern-Bewährung
Bayern-Sportdirektor Christoph Freud hatte die Vorfälle nach dem Spiel kritisiert, zugleich aber auch um Verständnis geworben. „Es war Chaos und das tut uns auch leid. Aber es war ein außergewöhnlicher Fußballabend mit sehr, sehr vielen Emotionen. Und dann ist es sicher ein bisschen übergekocht“, sagte Freund.
Glück für die Münchner: Nach wiederholten Pyro-Ausschreitungen von Bayern-Fans waren sie im Dezember 2025 auf Bewährung zur Sperrung der gesamten Südkurve verurteilt worden. Die UEFA sah jedoch von dieser Sanktion für das Paris-Match am 6. Mai ab.