Pastorin ordiniert Aus der Werkstatt auf die Kanzel
Insa Adams aus Flachsmeer hat einen ungewöhnlichen Berufsweg hinter sich. Mit der Ordination als Pastorin in Norden ging für sie „ein Traum in Erfüllung“.
Norden - Mit ihrer Ordination zur Pastorin in Norden ist für Insa Adams „ein langgehegter Traum in Erfüllung gegangen“. Ihr Weg dorthin führte über Umwege. Aufgewachsen in Westoverledingen absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Fahrzeuglackiererin und arbeitete später im Verkauf.
Doch ihre Jugend in der Kirchengemeinde Flachsmeer und die Wesensart des damals dort tätigen Pastors Andreas Hannemann prägten die junge Frau in der Weise, dass in ihr der Wunsch erwuchs, Pastorin zu werden. „Für die Menschen da sein, helfen, und den Glauben nach dem Vorbild Jesu weitergeben, das wollte ich auch“, beschreibt sie ihre Motivation, die Richtung zu wechseln.
Jugend in Flachsmeer prägte die Pastorin
Insa Adams holte die Hochschulreife nach und begann ein Theologiestudium, das sie über Wuppertal und Neuendettelsau (Gemeinde Ansbach in Mittelfranken) in den kirchlichen Dienst führte. Ihr Vikariat absolvierte sie in Memmingen. Seit dem 1. März 2026 ist sie als Pastorin auf Probe in der Norder Ludgerigemeinde tätig.
Passend zum Lebensweg ihrer neuen Kollegin wählte Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer für die Festpredigt in der Ludgerikirche den Bibelvers „Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte“ (Sprüche 16,9) aus. Wer träume, halte mehr für möglich, als gerade sichtbar sei und bleibe offen für Gottes Wege, sagte Schiermeyer.
An ihrem jetzigen Beruf schätzt Adams nach eigenem Bekunden besonders die Begegnungen mit Menschen sowie die Möglichkeit, Kirche als offenen Ort zu gestalten. Ihre eigene Geschichte sei ein Beispiel dafür, dass Wege nicht immer geradlinig verlaufen müssen und dass gerade darin eine besondere Tiefe liegen kann, erklärt sie.
„Lugeri-Stuhl“ als Willkommensgeschenk
Beim Empfang nach dem Gottesdienst wurde sie auf vielfältige Weise begrüßt. Kirchenrätin Herma Heyken überreichte Insa Adams einen „Ludgeri-Stuhl“ vom Dachboden der Kirche, den Küster Jens Lerch lackiert und mit dem Bild der Ludgerikirche verziert hatte. Neben anderen Weggefährten war auch Andreas Hannemann, der jetzt Pastor in Sittensen ist, zu Gast. Er hatte die frisch ordinierte Pastorin seinerzeit in Flachsmeer konfirmiert und sprach darüber, wie früh sich das Interesse von Insa Adams am Glauben gezeigt habe.
Christian Neumann, Superintendent im Kirchenkreis Norden, begrüßte seine neue Kollegin und überreichte ihr eine Fliesenbibel als Willkommensgeschenk.
Hintergrund: Die lutherische Kirchengemeinde Ludgeri ist eine von vier Kirchengemeinden in Norden und gehört zum Kirchenkreis Norden. Sie hat aktuell 5283 Gemeindeglieder.