Fernsehen Ross Antony blutet bei „Let’s Dance“ – und macht weiter

Jonas-Erik Schmidt, dpa
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Von Jonas-Erik Schmidt, dpa
| 18.04.2026 01:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Ross Antony ist eine Runde weiter - obwohl ihm nach einem kleinen Unfall Blut über das Gesicht lief. Foto: Rolf Vennenbernd
Ross Antony ist eine Runde weiter - obwohl ihm nach einem kleinen Unfall Blut über das Gesicht lief. Foto: Rolf Vennenbernd
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Social-Media-Star Willi Banner muss bei „Let’s Dance“ die Tanzfläche räumen – ein durchwachsenes Juryurteil und fehlende Publikumsstimmen besiegeln sein Aus. Doch die Show liefert noch mehr Drama.

Schreckmoment auf dem Parkett: Musiker Ross Antony hat sich in der RTL-Show „Let’s Dance“ mitten im Tanz am Auge verletzt und begonnen zu bluten. Das folgenschwere Missgeschick geschah, als er zusammen mit Tanzpartnerin Mariia Maksina eine Rumba zum Michael-Jackson-Hit „Human Nature“ präsentierte. Der Tanz hatte kaum begonnen, da erwischte ihn Maksina bei einer Drehung unglücklich mit dem Ellenbogen im Gesicht – und plötzlich floss Blut. Der ungewöhnliche Zwischenfall rückte fast in den Hintergrund, dass ein anderer Kandidat aus der Show flog: Social-Media-Star Willi Banner.

Antony dagegen qualifizierte sich für die nächste Runde – was auch daran lag, dass er tapfer bis zum Schluss weitertanzte. Das brachte ihm ordentlich Respekt ein. „Ich bin so stolz auf dich, es tut mir wirklich so leid“, sagte Maksina, die den Tränen nah schien. Antony versicherte ihr jedoch: „Ist überhaupt nicht schlimm, wirklich.“ Allerdings gab er zu, dass er kurz gedacht habe, er werde ohnmächtig. 

Zuerst war vielen Zuschauern unklar, was überhaupt vorgefallen war. Foto: Rolf Vennenbernd
Zuerst war vielen Zuschauern unklar, was überhaupt vorgefallen war. Foto: Rolf Vennenbernd

Sicherheitshalber richtete Antony auch eine Botschaft an seine Mutter. „Mama, ich bin okay!“, sagte er in die Kamera. Sie solle sich bitte keine Sorgen um ihn machen.

Blut, Schweiß und Tränen – endlich ist mal alles da

Die Jury reagierte mit Respekt – und einem guten Schuss Humor. „Siehst du, deshalb habe ich keine Frau zu Hause“, sagte Jorge González nach dem Ellenbogenschlag zu Ross Antony. Jury-Kollegin Motsi Mabuse bemerkte: „Wie oft sagen wir bei „Let’s Dance“: Wir wollen Blut, Schweiß und Tränen auf der Tanzfläche.“ Das habe Antony nun wirklich geliefert. „Absolut alles.“ 

Nur Joachim Llambi blieb Joachim Llambi und wollte der Verletzung nun auch keine allzu große Bedeutung beimessen. „Es ist doch nur hier an der Augenbraue ein bisschen, oder?“, sagte der stets strenge Juror. „Das ist ein Kratzer.“ 

Für die Rumba bekam das Paar schließlich 24 Punkte – eine hervorragende Ausbeute angesichts der erschwerten Bedingungen. „Die Akzente waren gut, die Rhythmik war gut, der Takt war gut. Ihr habt schön miteinander getanzt“, urteilte Juror Llambi im gewohnt analytischen Experten-Sprech.

Nach dem Tanz wurde Ross Antony erfolgreich behandelt - ein Pflaster verdeckte die Wunde. Foto: Rolf Vennenbernd
Nach dem Tanz wurde Ross Antony erfolgreich behandelt - ein Pflaster verdeckte die Wunde. Foto: Rolf Vennenbernd

Ross Antony hatte allerdings auch ganz andere Sorgen: „Sehe ich jetzt hässlich aus?“, fragte er Moderator Daniel Hartwich. Der versicherte ihm: „Du siehst wunder-, wunderschön aus.“

Der „King of Pop“ ist allgegenwärtig

Alles drehte sich an diesem Abend um Michael Jackson. In der Spezial-Ausgabe tanzten sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten zu Liedern des einstigen „King of Pop“. Hintergrund: Am 22. April (Mittwoch) soll ein Film über die Musiklegende in die Kinos kommen. Dafür wurde geworben. 

Als besonderes Gimmick mussten die Promis neben ihrem Einzeltanz auch noch in Gruppen antreten und „einen ikonischen Michael-Jackson-Move in ihre Choreographie“ integrieren. Ross Antony trat auch dazu an – nun mit einem Pflaster.

Das war’s: Für Influencer Willi Banner ist „Let’s Dance“ Geschichte. Foto: Rolf Vennenbernd
Das war’s: Für Influencer Willi Banner ist „Let’s Dance“ Geschichte. Foto: Rolf Vennenbernd

Die wenigsten Punkte aus Einzel- und Gruppentanz konnten Social-Media-Star Willi Banner (31) und seine Tanzpartnerin Patricija Ionel einsammeln. Da ihnen auch das Publikum nicht mit seinen Stimmen aus der Patsche half, schieden sie aus der Show aus. Zusammen hatten sie eine Rumba zu dem Jackson-Lied „Liberian Girl“ gezeigt. Das Urteil fiel sehr durchwachsen aus. 

Während Jorge González „in vielen Sachen“ noch „positiv überrascht“ war, ging sein Kollege Llambi mit Banner erneut hart ins Gericht. „Du hast einen neuen Tanzstil entwickelt“, sagte der 61-Jährige zu dem gebürtigen Cottbuser und einstigen Radrennfahrer. „Willi ist der Erfinder der Steh-Rumba.“ Tänzerisch sei das „sehr begrenzt“.

Vergangene Woche ausgeschieden, nun doch wieder dabei: Bianca Heinicke kann sich freuen. Foto: Rolf Vennenbernd
Vergangene Woche ausgeschieden, nun doch wieder dabei: Bianca Heinicke kann sich freuen. Foto: Rolf Vennenbernd

Das Aus des 31-Jährigen bedeutet zugleich, dass das zweite „Let’s Dance“-Leben von Influencerin Bianca „Bibi“ Heinicke weitergeht. Die 33-Jährige war eigentlich schon in der Vorwoche aus der Show geflogen. Dann aber musste Schauspielerin Esther Schweins verletzungsbedingt passen – und Heinicke rückte wieder nach. Ihre zweite Chance nutzte sie und zog diesmal in die nächste Runde ein.

Anna-Carina Woitschack holt alle Punkte

Vollkommen ungefährdet landete dort auch Sängerin Anna-Carina Woitschack. Mit ihrem Tanzpartner Evgeny Vinokurov legte sie einen perfekten Auftritt hin. Das Paar erhielt gleich mit dem ersten Tanz des Abends von allen drei Juroren jeweils zehn Punkte – mehr geht bekanntlich nicht im „Let’s Dance“-Universum.

Als das Traumergebnis für den Tango feststand, wurde es vor Freude chaotisch im Kölner TV-Studio. Woitschack und Vinokurov jubelten wild und konnten sich kaum beruhigen – ebenso wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen, die gratulieren wollten. Das seien die ersten 30 Punkte, schrie Vinokurov. „Da freuen sich aber zwei“, kommentierte Moderatorin Victoria Swarovski. Für seinen Beitrag zum Gruppentanz erhielt das Paar danach sogar noch einmal 10 Punkte.

Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov holten die Maximalpunktzahl. Foto: Rolf Vennenbernd
Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov holten die Maximalpunktzahl. Foto: Rolf Vennenbernd

Es wäre allerdings viel zu früh, Woitschack zur großen Favoritin auf den Sieg auszurufen. Die Show läuft bis Ende Mai. Da kann noch viel passieren – manchmal reicht schon ein Ellenbogen zur falschen Zeit am falschen Ort, um den perfekten Auftritt zu gefährden.

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