WM-Playoffs Erste Teilnahme seit 40 Jahren: Irak macht WM-Feld komplett

dpa
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Von dpa
| 01.04.2026 07:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Irak hat sich erstmals seit 1986 wieder für eine Fußball-WM qualifiziert. Foto: Fernando Llano
Der Irak hat sich erstmals seit 1986 wieder für eine Fußball-WM qualifiziert. Foto: Fernando Llano
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Luftraumsperre, Umwege - und am Ende trotzdem Jubel: Der Irak trotzt der durch den Iran-Krieg erschwerten Vorbereitung und besiegt in den Playoffs Bolivien. Die Südamerikaner müssen weiter warten.

Der Irak hat sich zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder für eine Fußball-WM qualifiziert. Das Team gewann das entscheidende Playoff-Spiel gegen Bolivien im WM-Stadion von Monterrey in Mexiko mit 2:1 (1:1). Mit dem Erfolg der Iraker ist das Teilnehmerfeld der größten WM der Geschichte in den USA, Kanada und Mexiko komplett. Alle 48 Nationen stehen jetzt fest.

Die Tore für den Irak erzielten Ali Al-Hamadi (10.) und Aymen Hussein (53.), für Bolivien traf Moises Paniagua (38.). In einer langen Nachspielzeit mussten die Iraker noch eine Schlussoffensive der Bolivianer überstehen, mit dem Abpfiff brach dann großer Jubel beim Team des australischen Trainers Graham Arnold aus.

Die irakische Mannschaft musste sich wegen des Iran-Kriegs unter erschwerten Bedingungen vorbereiten. Weil der irakische Luftraum seit Wochen gesperrt ist, war die Anreise nur über langwierige Umwege möglich. Zuletzt hatte der Irak 1986 an einer Fußball-WM teilgenommen.

Irak trifft bei WM auf Norwegen, Frankreich und den Senegal

Bei der WM im kommenden Sommer treffen die Iraker in Gruppe I in Boston zum Auftakt auf Norwegen, danach wartet WM-Mitfavorit Frankreich in Philadelphia. Zum Abschluss spielt der Irak in Kanada in Toronto gegen den Senegal.

Für Bolivien geht derweil die Zeit des Wartens weiter. Die Südamerikaner hatten 1994 in den USA zum letzten Mal an einer WM teilgenommen. Damals hatte Bolivien das Eröffnungsspiel gegen den damaligen Titelverteidiger aus Deutschland bestritten und mit 0:1 verloren. Jürgen Klinsmann erzielte den einzigen Treffer.

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