Osnabrück  Schlechtes Wetter und Umsatz-Einbußen: Wie lief der Frühjahrs-Jahrmarkt in Osnabrück?

Thomas Wübker
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Von Thomas Wübker
| 29.03.2026 17:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Frühjahrs-Jahrmarkt in Osnabrück bot tolle Fahrgeschäfte, aber die Bilanz fällt dennoch durchwachsen aus. Foto: André Havergo
Der Frühjahrs-Jahrmarkt in Osnabrück bot tolle Fahrgeschäfte, aber die Bilanz fällt dennoch durchwachsen aus. Foto: André Havergo
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Der Frühjahrs-Jahrmarkt 2026 in Osnabrück war in diesem Jahr geprägt vom schlechten Wetter und der weltpolitischen Lage. Welche Auswirkungen hatte das auf den Umsatz der Schausteller?

„Schlechtes Wetter, Minusgrade, viel Regen“, zählt Bernhard Kracke jun., Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems, auf, als er nach der Bilanz des am 20. März gestarteten Frühjahrs-Jahrmarkts in Osnabrück gefragt wird. Doch die 25 Prozent Umsatz-Einbußen, die die Schausteller eingefahren haben, resultieren nicht nur aus dem schlechten Wetter.

Auch die politische Großwetterlage habe eine entscheidende Rolle gespielt, so Kracke. „Bei den Leuten zählt heute jeder Euro. Die Bevölkerung fragt sich, welche Preise als nächstes erhöht werden.“ Der Krieg im Iran hat nicht nur die Spritpreise explodieren lassen. Dadurch seien aber insbesondere diejenigen nicht zum Osnabrücker Frühjahrs-Jahrmarkt gekommen, die von weiter her anreisen müssen, so Kracke weiter.

„Wir hatten tolle Karussells, die Werbung und die Unterstützung durch Marketing Osnabrück war gut.“ Außerdem sei mit dem Superhelden-Tag am Donnerstag ein weiterer Aktionstag dazu gekommen. Doch der und der Familien-Tag seien buchstäblich verhagelt gewesen. Daher ist die Bilanz bei den meisten Schaustellern getrübt. „Manche hatten die gleichen Umsätze wie sonst auch, andere extreme Einbußen.“ Richtig gut besucht sei nur der erste Sonntag des Frühjahrs-Jahrmarkts gewesen, so Kracke.

25 Prozent weniger Umsatz habe man schon mal bei zehn Tagen Dauerregen gehabt, erinnert sich Kracke. Sogar 50 Prozent weniger Umsatz habe es in einem Jahr gegeben, als der Jahrmarkt bei Schnee und Eis stattfand. „Das tut schon weh“, sagt Kracke.

Ob das Auswirkungen für den Sommer- und Herbst-Jahrmarkt haben wird, kann Kracke noch nicht sagen. „Wir müssen erst abwarten, wie die Saison verläuft.“ Wenn das Wetter mitspielt, geht es bergauf, sagt er. Der Sommer-Jahrmarkt gastiert vom 31. Juli bis zum 2. August an der Halle Gartlage und der Herbst-Jahrmarkt vom 30. Oktober bis zum 8. November.

Ein bisschen Hoffnung, um die Bilanz des Frühjahrs-Jahrmarkts zu verbessern, setzt Kracke auf den letzten Jahrmarkt-Sonntag (29. März), an dem die Sonne am blauen Himmel strahlt. Traditionell laufe das zweite Wochenende besser als das erste, sagt er. Warum das so ist, wisse er nicht.

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