Osnabrück Bleiben die Preise auf dem Jahrmarkt in Osnabrück trotz Krisen und Kriegen stabil?
Pünktlich zu den Osterferien ist am Freitag, 20. März, der Osnabrücker Frühjahrs-Jahrmarkt an der Halle Gartlage gestartet. Bei den Schaustellern sind die gestiegenen Kosten ein großes Thema. Was bedeutet das für die Preise an den Buden und Fahrgeschäften?
Fast alles wird teurer. Zuletzt sind die Preise für Benzin und Diesel aufgrund des Nahost-Kriegs explodiert. Natürlich spüren auch die Schausteller die Preissteigerungen, sagt Bernhard Kracke jun., Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems. Gerade für diejenigen, die mit ihren Lkw von weit her anreisen, sind die horrenden Preise für Kraftstoff ein Problem. „Die Lage ist sehr dramatisch“, so Kracke.
Zwei Veranstaltungen habe er hinter sich, so Kracke. Er und die anderen Schausteller arbeiten momentan quasi dafür, die Preissteigerungen bewältigen zu können, sagt er weiter. Der Gewinn, den sie jetzt erwirtschaften, wird für die gestiegenen Energiekosten ausgegeben. „Irgendwann wird der Punkt kommen, an dem wir die Preise erhöhen müssen.“ Doch an diesem Punkt sind die Schausteller noch nicht.
Die Preise auf dem Frühjahrs-Jahrmarkt seien stabil, sagt Kracke. Dass die gestiegenen Kosten für Energie nicht an die Kunden weitergegeben werden, mag aus Sicht von Geschäftsleuten unsinnig sein, so Kracke: „Aber wir sind Schausteller. Wir wollen, dass der Jahrmarkt erhalten bleibt.“
Fredi Werlte, der das Fahrgeschäft Breakdance und die Bierbuden auf dem Jahrmarkt betreibt, sagt, er wolle es erst mal mit den stabilen Preisen probieren. In Meppen, wo er am vergangenen Wochenende bei der Frühjahrskirmes war, sind die Leute gekommen, sagt er.
Werlte und Kracke hoffen, dass das Wetter gut wird und viele Menschen die Kirmes an der Halle Gartlage vom 20. bis 29. März besuchen. „Wir müssen es über die Masse machen“, sagt Kracke. Ihm sei bewusst, dass das Portemonnaie bei den Leuten auch nicht mehr locker sitzt und der Rummel ein Freizeitangebot ist, das nicht ganz oben auf der Liste steht. Dennoch wolle man mit 123 Geschäften und 16 Großanlagen ein Angebot schaffen, das auch Menschen mit wenig Geld Spaß und Abwechslung bereitet.
Spaß haben Kinder vor allem auf den Kinderkarussells. Da kostet – wie im Vorjahr – eine Fahrt drei Euro. Wer schneller und rasanter unterwegs sein möchte, kann für vier Euro mit dem Musik- und dem Power-Express oder für fünf Euro mit dem Breakdance Runden drehen. Natürlich dreht sich auch wieder das Riesenrad an der Halle Gartlage. Dort ist eine Fahrt für sechs Euro erhältlich. Auch hier sind die Preise im Vergleich zu den Jahrmärkten im Herbst und Frühjahr 2025 stabil geblieben.
Der Genuss von Bier, Pommes und Bratwurst ist vor den Fahrten in den schnellen Karussells nicht zu empfehlen. Auch da stehen die gleichen Zahlen an den Preistafeln: Bratwurst 3,50 Euro, Pommes inklusive Mayo oder Ketchup 3,50 Euro, Bier (0,3 Liter) vier Euro sowie sieben Euro für einen halben Liter. Wer lieber Mandeln isst, kann sie für 3,50 und 4 Euro pro 100 Gramm erhalten. Neu auf dem Jahrmarkt sind die Fahrgeschäfte Transformer (sechs Euro), X-Factor (fünf Euro) und die XXL-Geisterbahn Spuk (sechs Euro).