Osnabrück  Brut- und Setzzeit ab dem 1. April: Darum bittet die Jägerschaft Osnabrück um Rücksicht

Lena Rosen
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Von Lena Rosen
| 20.03.2026 11:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein kurzes Berühren durch Menschen kann für Rehkitze tödliche Folgen haben. Foto: Christina Czybik
Ein kurzes Berühren durch Menschen kann für Rehkitze tödliche Folgen haben. Foto: Christina Czybik
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Ab April beginnt die Brut- und Setzzeit in Niedersachsen. Die Jägerschaft Osnabrück mahnt zur Vorsicht, da Jungtiere im hohen Gras fast unsichtbar sind. Warum schon kurzes Berühren tödliche Folgen hat.

Vom 1. April bis zum 15. Juli 2026 gilt in Niedersachsen die Brut- und Setzzeit. Die Jägerschaft Osnabrück-Stadt mahnt deshalb zur besonderen Vorsicht in Wald und Flur – denn in dieser Phase ziehen Wildtiere wie Feldhasen, Rehe und Bodenbrüter ihren Nachwuchs auf. Viele Jungtiere liegen gut getarnt im hohen Gras oder direkt an Wegrändern. Spaziergänger können die Tiere also leicht übersehen.

Jede Annäherung bedeutet für den Nachwuchs erheblichen Stress. In den ersten Lebenswochen besitzen Jungtiere laut Jägerschaft fast keinen Eigengeruch und vertrauen auf ihre Tarnung. Werden sie von Menschen berührt oder aufgescheucht, nehmen die Muttertiere sie oft nicht mehr an. Zudem zehren Fluchten an den körperlichen Kraftreserven der Tiere. Bodenbrüter wie Kiebitze oder Fasane verlassen ihre Gelege bereits bei kurzen Störungen.

Hunde stellen eine große Gefahr für das Wild dar. Die Jägerschaft weist darauf hin, Hunde im Feld und im Wald unbedingt anzuleinen. Auch neugieriges Stöbern im Unterholz kann Elterntiere vertreiben oder Junge verletzen. Zudem sei das Laufen abseits der befestigten Wege in der Brut- und Setzzeit zu unterlassen. Hauskatzen sollten nach Empfehlung der Jäger im Haus bleiben oder nur an der Leine nach draußen gehen.

Wer ein Jungtier findet, sollte es keinesfalls anfassen oder mitnehmen. Ein menschliches Eingreifen ist im Regelfall nicht notwendig. Bei offensichtlichen Verletzungen können Bürger die örtliche Jägerschaft oder die Polizei informieren.

Die Einhaltung der Regeln sichert laut Jägerschaft die langfristigen Bestände der heimischen Tiere.

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