Verkehr  Warum standen Kameras und Messgeräte an Leeraner Straßen?

Jonas Bothe
|
Von Jonas Bothe
| 20.03.2026 10:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im unteren Bereich der Stange befindet sich ein Kasten, auf dem „Ich bin kein Blitzer“ steht. Foto: Jonas Bothe
Im unteren Bereich der Stange befindet sich ein Kasten, auf dem „Ich bin kein Blitzer“ steht. Foto: Jonas Bothe
Artikel teilen:

Hohe Stangen mit technischem Gerät waren in dieser Woche an Laternenmasten in Leer angebracht. Nach einem Tag verschwanden sie wieder. Wir haben bei der Stadt nachgefragt, was dort gemacht wurde.

Leer - Einige Meter ragten die Stangen in die Höhe. Im unteren Bereich war ein Kasten zu sehen. „Ich bin kein Blitzer“, stand dort in roten Buchstanden. „Ich bin ein Verkehrszähler.“ Dennoch fragen sich viele Verkehrsteilnehmer, die keinen genauen Blick auf die Geräte werfen können, was dahinter steckt. Einen Tag lang waren mehrere dieser hohen Stangen an verschiedenen Stellen in der Oststadt von Leer an Masten von Straßenlaternen angebracht. Wir haben bei der Stadt nachgefragt, was dahintersteckt.

Die Messsysteme waren an verschiedenen Stellen – im Bild an der Ecke Reimersstraße/Bremer Straße – an Laternenmasten angebracht. Foto: Karin Lüppen
Die Messsysteme waren an verschiedenen Stellen – im Bild an der Ecke Reimersstraße/Bremer Straße – an Laternenmasten angebracht. Foto: Karin Lüppen

Was wurde gemacht?

„Mit Blick auf ein anstehendes Planverfahren der Stadt Leer sind am 17. März von einem Ingenieurbüro für einen Tag sogenannte ,Knotenstromerhebungen‘ veranlasst worden“, teilt Stadtsprecher Edgar Behrendt auf Anfrage mit. Das bedeute, dass an verschiedenen Knotenpunkten der Verkehrsablauf beziehungsweise das Verkehrsaufkommen gemessen worden sei.

Was war der Hintergrund?

Es ging darum, die Frage zu klären, ob die Leistungsfähigkeit dieser Verkehrskontenpunkte mit Blick auf eine geplante städtebauliche Entwicklung in dem Bereich weiterhin gewährleistet wäre, so Behrendt. Konkret geht es um die Pläne für das Cramer-Gelände an der Ecke Reimersstraße/Ostermeedlandsweg. Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück will Investor und Bauunternehmer Olaf Janssen 380 Wohnungen schaffen.

Wo wurde genau gemessen?

Bei den Messungen ging es laut Stadt im Einzelnen um die fünf Knotenpunkte Papenburger Straße/Hoheellernweg/Unter den Eichen, Osseweg/Südring, Bremer Straße/Kleine Roßbergstraße/Reimersstraße, Evenburgallee/Osseweg und Osseweg/Ostermeedlandsweg.

Was wurde erfasst?

Es sind Verkehrskameras und sogenannte SDR-Geräte (Seitenradar-Geräte – spezielle Messsysteme zur Verkehrszählung) im Straßenseitenraum für einen Tag aufgestellt und anschließend direkt wieder abgebaut worden, erläutert Behrendt. „Die Vorgaben des Datenschutzes sind dabei natürlich eingehalten worden“, betont er. Unter anderem seien eine Gesichtserkennung und eine Kennzeichenerkennung nicht möglich gewesen.

Ähnliche Artikel