Badevergnügen Friesenbad in Weener erhöht die Eintrittspreise
Mehr Gäste, trotzdem steigt das Defizit: Der Rat gleicht die roten Zahlen aus und die Eintrittspreise werden angepasst. Was teurer wird und wo der Preis stabil bleibt.
Weener - Mehr Gäste, trotzdem ein dickeres Minus: Das Friesenbad in Weener hat das Jahr 2025 mit einem höheren Fehlbetrag abgeschlossen als im Vorjahr. Unterm Strich steht ein Defizit von gut 275.000 Euro, das die Stadtkasse ausgleicht. Das hat der Rat der Stadt Weener am Dienstagabend beschlossen. Zugleich gab das Gremium grünes Licht dafür, die Eintrittspreise zum Start in die neue Freibadsaison anzuheben. Die Friesenbad Weener GmbH reagiert damit auf die gestiegenen Kosten der vergangenen Jahre.
Ins Gewicht fielen im vergangenen Jahr vor allem Mehrkosten beim Personal, höhere Ausgaben für die Schwimmbadchemie sowie die Zinsen für die kreditfinanzierte Photovoltaikanlage. Entlastend wirkten sich dagegen höhere Einnahmen durch den Besucherzuwachs aus, ebenso Einsparungen beim Gasverbrauch und bei den Stromkosten.
Eintrittspreise 2026 steigen: Sozialtarif bleibt, Dauerkarten werden gestrafft
„Nachdem wir nun drei Jahre lang die Preise stabil gehalten haben, kommen wir um eine moderate Anpassung nicht herum“, sagt dazu der Geschäftsführer des Friesenbads, Hermann Welp, einer Mitteilung der Stadt Weener zufolge. „Dabei war uns wichtig, dass wir weiterhin gerade für Kinder und Jugendliche günstige Preise anbieten können“, wird er in dem Papier weiter zitiert. Deshalb bleibt der Eintrittspreis für Kinder und Jugendliche bei drei Euro pro Tag. Erwachsene zahlen für die Tageskarte künftig sechs Euro, bislang waren es fünf Euro.
Auch bei den Dauerkarten müssen Besucher tiefer in die Tasche greifen: Sie verteuern sich im Schnitt um 20 bis 50 Euro pro Jahr. Zugleich wird die Preisstruktur bei den Dauerkarten gestrafft. Statt bislang fünf unterschiedlicher Kategorien gibt es künftig vier zusammengefasste Gruppen: Kinder/Jugendliche und Schwerbehinderte, Erwachsene, Familien mit einem Erwachsenen sowie Familien mit zwei Erwachsenen, jeweils mit beliebig vielen Kindern. Außerdem bleibt der Sozialtarif im Kartenvorverkauf erhalten und bringt Vergünstigungen auf die verschiedenen Tickets. Er gilt für Bezieher von Arbeitslosengeld, Bürgergeld, Grundsicherungsleistungen sowie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die genaue Übersicht aller Preise gibt es unter www.weener.de/freizeit/friesenbad.
Saisonstart am 11. April: Fernwärme bringt frühes Baden in der Region
„Der Preisfindung war eine angeregte und konstruktive Diskussion im Verwaltungsausschuss der Stadt vorangegangen. Am Ende haben wir uns einstimmig auf die neue Preisstruktur geeinigt“, ergänzt Bürgermeister Heiko Abbas der Mitteilung zufolge. „Wir halten damit die Belastungen für Kinder und Jugendliche gering und auch der Sozialtarif bleibt erhalten. Angesichts der stetig steigenden Betriebskosten halten wir die Erhöhungen der Preise so gering wie möglich.“
In der Saison 2025 strömten vom 12. April bis zum Saisonende am 13. September knapp 75.000 Badegäste ins Friesenbad. Das waren gut 5000 Besucher mehr als im Vorjahr, wie Welp berichtete. Die kommende Saison soll voraussichtlich am Samstag, 11. April 2026, starten. Mit diesem frühen Termin hat das Friesenbad in der Region die Nase vorn. Möglich macht das die Fernwärmeversorgung der Firma Klingele: Das Beckenwasser wird beheizt und kann so auf bis zu 28 Grad gebracht werden, selbst dann, wenn der Frühling draußen noch eher nach Jacke als nach Badehose klingt.