Feuerwehr  Rhauderfehner mit Hochwasser-Ehrennadeln geehrt

Clarissa Scherzer
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Von Clarissa Scherzer
| 17.03.2026 14:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In einer Feierstunde mit offiziellen Gästen wurden 35 Feuerwehrleute ausgezeichnet. Foto: Clarissa Scherzer
In einer Feierstunde mit offiziellen Gästen wurden 35 Feuerwehrleute ausgezeichnet. Foto: Clarissa Scherzer
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35 Helfer wurden ausgezeichnet. Sie hatten beim Weihnachtshochwasser 2023 in einem Dauereinsatz Schlimmeres verhindert. Ein Rückblick.

Rhauderfehn - Im Feuerwehrhaus der Wehr Westrhauderfehn fand jetzt eine feierliche Ehrung der Fluthelferinnen und Fluthelfer des Weihnachtshochwassers 2023 statt. Ortsbrandmeister Ludger Böning leitete die Veranstaltung. Bürgermeister Geert Müller sowie Jürgen Olchers, Vorsitzender des Leda-Jümme-Verbandes, nahmen teil. Von der Feuerwehr waren der Gemeindebrandmeister Oskar Gerdes, der BAL Süd (Brandabschnitt) sowie der damalige Einsatzleiter der Feuerwehr Westrhauderfehn, Bernd Haskamp, vertreten.

Ortsbrandmeister Ludger Böning (vorne) führte durch die feierliche Veranstaltung. Foto: Clarissa Scherzer
Ortsbrandmeister Ludger Böning (vorne) führte durch die feierliche Veranstaltung. Foto: Clarissa Scherzer

Zahlreiche Kameraden auch aus der Altersabteilung waren der Einladung zur Ehrung gefolgt. Die Verleihung der Hochwasser-Ehrennadeln fand in einem würdigen Rahmen statt. Die Veranstaltung klang mit einem gemeinsamen Grillen aus.

Marike Brunken, Therese Peters, Mathias Peters und Bianca Brunken vom Förderverein der Feuerwehr Westrhauderfehn unterstützten bei der Feierlichkeit. Foto: Clarissa Scherzer
Marike Brunken, Therese Peters, Mathias Peters und Bianca Brunken vom Förderverein der Feuerwehr Westrhauderfehn unterstützten bei der Feierlichkeit. Foto: Clarissa Scherzer

Evakuierung stand im Raum

„Das Land Niedersachsen möchte sich bei uns bedanken, dass wir bei dem Weihnachtshochwasser 2023 die Weihnachtstage geopfert haben und geholfen haben, die Deiche hier bei uns zu halten“, sagte Ortsbrandmeister Ludger Böning zum Auftakt der Ehrenauszeichnung. Wenn man bedenke, dass es in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember die Überlegung gegeben habe, einen großen Teil der Bewohner des Buchweizenkamp zu evakuieren, sei das schon ein wichtiger Einsatz gewesen, so Böning.

Zahlreiche Kameraden auch aus der Altersabteilung waren der Einladung zur Ehrung gefolgt. Foto: Clarissa Scherzer
Zahlreiche Kameraden auch aus der Altersabteilung waren der Einladung zur Ehrung gefolgt. Foto: Clarissa Scherzer

Meino Kroon von der Sielacht Stickhausen habe in der Nacht zu Matthias Brunken gesagt: „Wir haben alle Polder geöffnet und somit alles getan, was in unserer Macht steht. Somit ist es jetzt an euch, die Feuerwehren, den Deich zu halten.“ Während seiner Rede rekapitulierte Böning die Geschehnisse rund um das Weihnachtshochwasser, die sich im Winter 2023 zutrugen und führte so die Szenerien allen Anwesenden vor Augen: Sehr ergiebige Niederschläge, teils stürmischer Wind. Das Füllen und Verteilen unzähliger Sandsäcke. Ein zusätzlicher Gebäudebrand in Rhaude, der stetig wachsende Wasserpegel an der roten Riede und des Fehntjer Tiefs. Durchsickerndes Wasser beim Deich. Einsätze von Booten. Ständige Kontrolle des Pegelstandes. Das waren einige der Hauptpunkte, die die Einsatzkräfte in Daueralarm hielten.

Bernd Haskamp (rechts) zeichnet Ludger Böning mit der Hochwasser-Ehrennadel aus. Hinten: stellvertretender Ortsbrandmeister Matthias Brunken. Foto: Clarissa Scherzer
Bernd Haskamp (rechts) zeichnet Ludger Böning mit der Hochwasser-Ehrennadel aus. Hinten: stellvertretender Ortsbrandmeister Matthias Brunken. Foto: Clarissa Scherzer

Größter Einsatz in der Geschichte Rhauderfehns

Alle Wehren aus Rhauderfehn kamen zum Einsatz, erinnerte der Ortsbrandmeister. Wehren aus Westoverledingen unterstützten. Burlage blieb zur Grundsicherung einsatzbereit. Die Malteser waren mit einem Verpflegungsstand vor Ort.

Bürgermeister Geert Müller (rechts) bedankte sich feierlich beim damaligen Einsatzleiter Bernd Haskamp für seinen Einsatz und den seiner Wehr. Foto: Clarissa Scherzer
Bürgermeister Geert Müller (rechts) bedankte sich feierlich beim damaligen Einsatzleiter Bernd Haskamp für seinen Einsatz und den seiner Wehr. Foto: Clarissa Scherzer

Böning bezeichnete den Einsatz beim Weihnachtshochwasser 2023 als größten in der Geschichte Rhauderfehns. Alles in allem sei man mit einem blauen Auge davongekommen, resümierte er. Rückblickend sei ein exakter Abriss der Geschehnisse kaum möglich. Böning beschrieb: „Da durch die vielen Stunden und durch die Einsatzdynamik das Zeitgefühl etwas verloren gegangen ist, kann ich leider nicht mehr alles genau zuordnen.“ Im Anschluss der Verleihung wurde ein Video von Geschehnissen rund um das Weihnachtshochwasser gezeigt.

Das sind die Geehrten

Insgesamt 35 Helfer wurden mit einer Ehrennadel sowie einer Urkunde ausgezeichnet: Nico Baumann, Maik Behnen, Sarah Brinker, Hartwig Brinkmann, Matthias Brunken, Ludger Böning, Dimitri Eckgard, Andreas Graß, Petra Gärtner, Hauke Haskamp, Jan Haskamp, Monika Haskamp, Michael Huisinga, Mirco Huisinga, Frithjof Hunecke, Uwe Hunecke, Weert Hunecke, Mathias Junker, Michael Kuhlemann, Niklas Lott, Niklas Meyer, Uwe Meyer, Christian Meyer, Dano Meyer, Jasmin Meyer, Adrian Raue, Tanja Schmitt, Kevin Schröder, Michaela Schröder, Florian Schütte, Florian Sinning, Jannik Stelter, Hans-Otto Tews, Jürgen Vogelsang, Tobias Wolter.

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