Politik  Erfolg für Reemts-Antrag – Gratis-Obstbäume für Rhauderfehner

Holger Weers
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Von Holger Weers
| 18.03.2026 13:56 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Antrag von Ratsmitglied Theo Reemts stieß einhellig auf Zustimmung. Foto: Holger Weers
Der Antrag von Ratsmitglied Theo Reemts stieß einhellig auf Zustimmung. Foto: Holger Weers
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Mehr Bäume in Privatgärten statt nur neue Waldflächen: In Rhauderfehn unterstützt der Umweltausschuss die Obstbaum-Idee von Lokalpolitiker Theo Reemts.

Rhauderfehn – Die Bürger der Gemeinde Rhauderfehns könnten demnächst selbst etwas für das Klima tun und Obst- oder andere Laubbäume auf dem eigenen Grundstück einpflanzen. Die Bäume stellt die Gemeinde Rhauderfehn dabei kostenlos zur Verfügung. So jedenfalls hat sich das Ratsherrn Theo Reemts gedacht. „Die Gemeinde Rhauderfehn hat sich verpflichtet, jedes Jahr 0,1 Prozent ihres Haushalts für Neuanpflanzungen zu investieren. Das sind im Haushaltsjahr 2026 rund 33.000 Euro. Es wäre doch von Vorteil, die Bürger und Bürgerinnen von Rhauderfehn beim Klimaschutz mit einzubinden, indem die Gemeinde Rhauderfehn jedes Jahr hundert Obst- oder andere Laubbäume an sich meldende Bürger mit eigenem Grundstück verschenkt“, lautet der Antrag von Reemts. Über diesen Antrag wurde jüngst im Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Klima der Gemeinde beraten – und diesem in leicht abgeänderter Form schließlich zugestimmt.

Im Fachausschuss wurde über den Antrag von Theo Reemts beraten. Foto: Holger Weers
Im Fachausschuss wurde über den Antrag von Theo Reemts beraten. Foto: Holger Weers

„Etwas für das Klima zu tun, ist in aller Munde, ob im Bund, Land oder in den Gemeinden. Weniger Treibhausgase, CO2-Reduzierung und vieles mehr sollen auch mit von der Bevölkerung geleistet werden. Mit dieser Aktion nehmen wir die Bürger mit. Dann haben wir etwas für das Klima getan. Da bleibt ab und an auch mal etwas Obst liegen. Dann haben wir auch etwas für die Tiere im Garten getan“, begründete Theo Reemts seinen Antrag. „Im Großen und Ganzen finde ich das eine gute Idee, Theo. Dann werden die Leute auch ein bisschen sensibilisiert. Das Geld haben wir im Haushalt, kostet uns also nichts extra“, sagte Artur Groeneveld (Ampel+). „Du hast geschrieben, die ersten 100 Personen, die sich melden. Das finde ich ein bisschen unglücklich. Für uns wäre ein Losverfahren sinnvoller und auch gerechter“, so Groeneveld.

Nachweis sollte erbracht werden

„Die Verwaltung steht dem Antrag auch positiv gegenüber. Die Idee mit dem Losverfahren finde ich gar nicht einmal so schlecht. Dann gibt es einen Stichtag, bis wann man sich bewerben muss. Und wenn dann 500 Leute auf der Liste stehen, dann bekommen 400 Personen halt keinen Baum. Dann gibt es im nächsten Jahr noch einmal eine Aktion, wenn die gut ankommt“, sagte Michael Taaks von der Gemeinde Rhauderfehn. „Der Nachweis, wo man den Baum eingepflanzt hat oder einpflanzen will, sollte aber erbracht werden. Damit man ein bisschen Kontrolle hat, sollte die Person aus Rhauderfehn kommen und in dieser Gemeinde auch ein Grundstück besitzen. Nicht dass jemand zum Beispiel aus Westoverledingen kommt. Über das Prozedere muss man sich daher noch zwei oder drei Gedanken machen“, gab Taaks zu Bedenken. „Vielleicht noch einmal zur Ergänzung: Die rund 33.000 Euro haben wir eigentlich eingeplant im Haushalt hauptsächlich für Waldanpflanzungen, zum Beispiel auf Flächen an der Glansdorfer Straße und an der 4. Südwieke, was nicht allen Einwohnern bekannt ist. Diese Aktion ist jedoch öffentlichkeitswirksamer. Die Mittel reichen hierfür durchaus aus. Dann pflanzen wir weniger Wald und nehmen die restlichen Mittel für diese Aktion“, so Taaks weiter.

Das Ergebnis der anschließenden Abstimmung war eindeutig: Alle Ausschussmitglieder sprachen sich parteiübergreifend im Sinne des Klimaschutzes für den Antrag aus. Jedoch mit einer Änderung: Es soll für die Schenkungsaktion kein Melde- sondern ein Losverfahren geben. In der Empfehlung an den Verwaltungsausschuss der Gemeinde wurde das Losverfahren dementsprechend mit aufgenommen.

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