Osnabrück  Demonstration an Dominanz: VfL Osnabrück beherrscht Waldhof Mannheim bei 4:1-Sieg

Malte Artmeier, Benjamin Kraus
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Von Malte Artmeier, Benjamin Kraus
| 14.03.2026 16:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Robin Fabinski jubelt nach seinem Tor zum 4:0 - sein erster Saisontreffer. Foto: Michael Titgemeyer
Robin Fabinski jubelt nach seinem Tor zum 4:0 - sein erster Saisontreffer. Foto: Michael Titgemeyer
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Zu keinem Zeitpunkt gefährdet war der 4:1-Heimsieg des VfL Osnabrück gegen den SV Waldhof Mannheim am 28. Spieltag der 3. Fußball-Liga. Die Lila-Weißen bauten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze aus.

Festtag an der Bremer Brücke: Beim 4:1-Heimsieg gegen den harmlosen SV Waldhof Mannheim zeigte der VfL Osnabrück in der 3. Fußball-Liga eine bezüglich der spielerischen Klarheit beeindruckende Vorstellung und siegte auch in der Höhe verdient. Damit baut der Tabellenführer seinen Vorsprung auf den Relegationsplatz drei auf sechs Punkte aus - bei neun verbleibenden Spielen.

VfL-Trainer Timo Schultz nahm zwei Wechsel in der Startelf vor im Vergleich zum 2:0-Sieg in Regensburg: Fridolin Wagner agierte im Mittelfeldzentrum für Kevin Wiethaup, die linke Schiene übernahm zunächst Ismail Badjie für Frederik Christensen. Mannheim-Coach Luc Holtz setzte auf den 19-jährigen Denis Kryeziu in der Startelf - und setzte ebenfalls auf ein Dreierkettensystem mit Felix Lohkemper als zentrale Spitze.

Von Beginn an übernahm der VfL das Kommando - und hätte schon in der zweiten Minute führen können: Nach einem öffnenden Pass von Kammerbauer brach Kopacz rechts durch und fand mit seiner flachen Hereingabe Kehl, dessen Direktabnahme auf tiefem Boden knapp über das Tor flog. Nach neun Minuten war es Kopacz, der nach einer guten VfL-Balleroberung zum Abschluss kam, aber knapp vorbei zielte.

Drei Minuten später brachte Kopacz seine Farben aber in Führung - mit einem trockenen Abschluss aus elf Metern halbrechte Position unter die Torlatte. Badjie hatte links den Ball erobert und Kehl eingesetzt. Dessen Aufsetzer-Schuss über die Köpfe zweier Spieler hinweg konnte Mannheim-Keeper Thijmen Nijhuis nur abklatschen lassen, sodass Kopacz zuschlug.

Der Treffer beruhigte das Spiel etwas - Mannheim kam etwas besser rein und zum ersten Abschluss durch den Ex-Meppener Samuel Abifade, der aber harmlos blieb. Osnabrück blieb allerdings dominant und kam durch Badjie zu zwei Fernschuss-Abnahmen, wobei vor allem letzterer nur knapp am Tor vorbeirauschte.

Mannheim wurde nur gelegentlich über seine flinken Schienenspieler gefährlich - oder wenn der VfL das Team durch Fehler ins Spiel brachte. Wie in der unruhigen Phase vor der Pause, als der Ball die Osnabrücker Torauslinie entlangrollte, aber nicht darüber - und Wagner den Ball abschirmte, wohl in Erwartung, dass Torhüter Jonsson ihn aufnimmt. Der Schwede aber kam nicht, Mannheim klaute den Ball und Diego Michel kam zum Abschluss, schoss aber deutlich vorbei.

Der Start in Halbzeit zwei verlief zwar nicht sonderlich intensiv, aber der VfL kam wieder mit deutlich mehr Kontrolle aus der Kabine. Jacobsens Kopfball nach einer Ecke wurde von einem Mannheimer kurz vor der Torlinie abgeräumt, auf der Gegenseite blieb Abifades Kopfball in Rücklage harmlos und segelte drüber. Dann aber baute der VfL die Führung aus, weil Youngster Kryeziu einen Ball zum an der Abseitslinie lauernden Meißner durchrutschen ließ. Osnabrücks Stürmer nahm den Ball an und schloss dann durch die Beine des Mannheimers ab - Kryeziu fälschte den Schuss mit seinem Hacken so unglücklich ab, dass er unhaltbar im kurzen Eck zum 2:0 einschlug (55.). Es war Meißners erster Treffer vor der Ostkurve in der 3. Liga im VfL-Trikot.

Kurz darauf holte Nijhuis einen Flachschuss von Kehl stark aus dem Eck - eine von mehreren Chancen für Lila-Weiß, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Nicht alle Konter wurden so perfekt ausgespielt wie jener zum 3:0, als Kehl den Ball auf Meißner durchsteckte. Und der schnürte den Doppelpack: Meißner scheiterte zwar erst an Nijhues, allerdings bekam er den Ball durch die Abwehraktion de Mannheimer Keepers wieder auf den Fuß geklatscht - von dort sprang der Ball ins Tor.

Danach spielte der VfL die Partie locker nach Hause - wobei sich Bjarke Jacobsen durch intensives Festhalten in mehreren Aktionen noch seine fünfte Gelbe Karte abholte. Der Däne muss auswärts bei Hoffenheim II am kommenden Wochenende aussetzen. Richtig feiern vor der Ostkurve durfte in der 85. Minute noch Robin Fabinski: Nach einer Flanke von Lesueur stieg der Innenverteidiger am höchsten und nickte zu seinem umjubelten ersten Saisontreffer ein. In der letzten Aktion des Spiels kam Mannheim nach einer Unaufmerksamkeit in der VfL-Hintermannschaft noch zum Ehrentreffer durch Lohkemper.

Abseits des VfL-Sieges beeindruckte Hansa Rostock mit einem 5:1-Sieg im Topspiel gegen den MSV Duisburg, während Essen zu einem 4:2-Sieg gegen Erzgebirge Aue kam. Nach der Niederlage von Energie Cottbus am Freitag in Aachen (1:4) baut der VfL seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte aus - auf Rang drei werden es unabhängig von den Ergebnissen am Sonntag sechs Punkte und auf Rang vier sieben Punkte bleiben. Die Lila-Weißen gehen weiter konsequent ihren Weg, die Ausstrahlung des Teams ist mittlerweile beeindruckend - am Horizont sind Konturen eines Aufstieges erkennbar.

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