Melkroboter & Bierherstellung Anlagenbauer Gea schraubt Ziele nach oben

dpa
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Von dpa
| 09.03.2026 10:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gea-Logo am Düsseldorfer Unternehmenssitz (Archivbild) Foto: Roberto Pfeil
Gea-Logo am Düsseldorfer Unternehmenssitz (Archivbild) Foto: Roberto Pfeil
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Ob Milch oder Bier - bei der industriellen Herstellung solcher Lebensmittel ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Anlagen von Gea dabei zum Einsatz kamen. Die Düsseldorfer Firma ist auf Wachstumskurs.

Trotz der Konjunkturflaute hat der Maschinen- und Anlagenbauer Gea bessere Geschäfte gemacht und schraubt seine Wachstumsziele nach oben. Wie das Dax-Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden und der Nettogewinn um 7,5 Prozent auf rund 0,4 Milliarden Euro. Dabei profitierte Gea von einer steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Technologien - also Maschinen und Anlagen, die relativ wenig Energie und Wasser benötigen und die zu einem geringen Abfallaufkommen führen. 

Melkroboter von Gea auf einem Bauernhof in Ahaus. (Archivbild) Foto: Guido Kirchner
Melkroboter von Gea auf einem Bauernhof in Ahaus. (Archivbild) Foto: Guido Kirchner

Volle Auftragsbücher

Die Auftragsbücher des Unternehmens, das im vergangenen Jahr in den Leitindex Dax aufgenommen wurde, sind deutlich voller. Im vergangenen Jahr bekam Gea den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte, in Algerien baut die Firma eine große Milchfarm. Gea stellt unter anderem Melkroboter her.

„2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Gea“, sagte Konzernchef Stefan Klebert. „Wir haben unseren Auftragseingang in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gegen den Trend deutlich gesteigert, haben wesentliche Klimaziele vorzeitig erreicht und sind noch profitabler geworden.“ Mit Blick auf den Iran-Krieg und dessen Folgen sehe er keine Risiken für Gea. Vielmehr will der Manager das Wachstum weiter ausbauen.

Maschinenbauer Gea: Unternehmenszentrale in Düsseldorf. (Archivbild) Foto: Roberto Pfeil
Maschinenbauer Gea: Unternehmenszentrale in Düsseldorf. (Archivbild) Foto: Roberto Pfeil

Ambitioniertes Ziel für Lebensmittel-Zellfertigung

Die Gesamtbelegschaft lag zum Jahreswechsel weltweit bei rund 19.500 Vollzeitstellen, das waren etwa 400 mehr als ein Jahr zuvor. Einige Tausend davon sind in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. In Oelde im Münsterland stellt Gea Zentrifugen her, die etwa in der Bierproduktion eingesetzt werden. In Bönen werden Agrartechnik-Anlagen und in Hürth bei Köln Gefriertrockner gefertigt. Die Verwaltungszentrale ist in Düsseldorf.

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