Osnabrück  Holzkohle, Gas oder Elektro: So findet man den perfekten Grill

Christian Satorius
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Von Christian Satorius
| 04.03.2026 18:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Es wird wärmer und die Grillsaison beginnt. Doch welcher Grill ist der beste? Foto: www.imago-images.de
Es wird wärmer und die Grillsaison beginnt. Doch welcher Grill ist der beste? Foto: www.imago-images.de
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Welcher Grill ist der beste und worin unterscheiden sich die verschiedenen Modelle? Der große Vergleich für die Grillsaison.

Die Grillsaison ist da und somit auch die schwierige Frage: Welcher Grill ist eigentlich der beste? Ganz so einfach lässt sich das nicht beantworten, denn jeder Grill hat seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Worauf es bei den verschiedenen Modellen zu achten gilt.

Der Holzkohlegrill: Der Holzkohlegrill ist der Klassiker schlechthin. Beim Grillen mit Holzkohle stellt sich ganz automatisch eine urige Atmosphäre ein, die von vielen Grillfans geschätzt wird. Diese kann man sogar schmecken, denn das Grillgut bekommt durch die Kohle einen unverwechselbar rauchigen Geschmack. Zudem kostet ein derartiger Grill meist nicht die Welt. Man benötigt weder einen Stromanschluss noch einen Gasvorrat, denn eine Tüte Grillkohle gibt es zur Not auch an der Tankstelle.

Allerdings hat er nicht nur Vorteile: Die Kohle oder Briketts müssen erst einmal eine ordentliche Glut erzeugen, bevor es losgehen kann. Das dauert natürlich. Ob das Warten nun nervig ist oder die Vorfreude steigert, muss jeder selbst entscheiden. Bei unsachgemäßer Anwendung der Grillanzünder kann es zudem zu starker Rauch- und Geruchsentwicklung kommen, was nicht jeden Nachbarn erfreut. Unterm Strich bleibt der Holzkohlegrill aber ein echter Favorit für Puristen.

Der Gasgrill: Das Grillen mit Gas geht richtig schnell, da das Gerät nicht lange angeheizt werden muss. Von Vorteil sind dabei sogenannte Piezozündungen, wie man sie vom Gasherd oder der Zentralheizung kennt. Diese entzünden das Butan- oder Propangas problemlos, sauber und sicher. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Temperatur schnell und feinfühlig zu regulieren ist. Zudem raucht dieser Grill kaum, was ihn ideal für den Balkon oder eine sensible Nachbarschaft macht. Wer dennoch nicht auf das typische Aroma verzichten möchte, kann sogenannte Woodchips zum Räuchern verwenden.

So komfortabel ein Gasgrill ist, gibt es auch Nachteile: Er ist in der Regel teurer als ein gleichwertiger Holzkohlegrill. Außerdem bringen gerade größere Modelle ein ordentliches Gewicht auf die Waage, auch wegen der schweren Gasflaschen. Für einen spontanen Ausflug ins Grüne eignen sie sich daher weniger – es sei denn, man greift zu kompakten Camping-Varianten. Zudem sollte man immer eine Reserveflasche im Haus haben, damit der Spaß nicht endet, bevor alle satt sind.

Der Elektrogrill: Einfacher geht es wirklich nicht: Aufstellen, anstecken und loslegen. Ein Elektrogrill ist schnell, sicher und sauber. Er qualmt praktisch nicht, die Temperatur lässt sich fein regulieren und die Reinigung ist meist unkompliziert. Dank zahlreicher Tischmodelle muss man zum Wenden des Grillguts nicht einmal mehr aufstehen. Bei schlechtem Wetter lässt sich damit sogar drinnen grillen.

Allerdings benötigt er zwingend eine Steckdose in der Nähe. Damit ist das Grillen in der freien Natur so gut wie ausgeschlossen. Auch auf das spezielle Holzkohlearoma und das Knistern des Feuers muss man hier verzichten.

Schwenkgrills und Feuerschalen: Wer gerne an einem echten Holzfeuer sitzt, kann dies wunderbar mit dem Grillen verbinden. Schwenkgrills und Feuerschalen aus Stahl oder Edelstahl eignen sich hervorragend dafür. Das Holz sorgt für spannende Aromen und eine gemütliche Lagerfeuerstimmung. Ein Dreibeingestell, an dem der Rost mit einer Kette aufgehängt wird, ist schnell aufgebaut. Für Stockbrot oder Marshmallows braucht man nicht einmal das, und ein Dutch Oven lässt sich ebenfalls direkt in die Glut stellen.

Wer eine Feuerschale nutzt, sollte jedoch Vorsichtsmaßnahmen beachten: Ein offenes Feuer muss ständig beobachtet werden, und in der Nähe dürfen sich keine brennbaren Materialien befinden. Auf Nadelhölzer sollte man wegen des hohen Harzgehaltes verzichten, da brennende Teilchen weit unkontrolliert umherspringen können. Am besten eignet sich Hartholz wie Buche oder Eiche.

Das Grillen mit der Feuerschale erfordert zudem etwas Übung. Der Rost sollte unbedingt höhenverstellbar sein, um die Hitze zu kontrollieren. Aber Achtung: Es wird sehr heiß! Hitzebeständige Handschuhe sind Pflicht. Zudem empfiehlt es sich, nur über der Glut zu grillen und nicht direkt über der offenen Flamme.

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