Diskussion  Hindenburgstraße – Entscheidung ist gefallen

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 26.02.2026 19:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Entscheidung wurde am 26. Februar 2026 getroffen. Foto: Klaus Ortgies
Die Entscheidung wurde am 26. Februar 2026 getroffen. Foto: Klaus Ortgies
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Um die Hindenburgstraße in Leer wurde lange diskutiert, es wurden Unterschriften gesammelt und erneut abgestimmt. Nun steht fest, was aus dem umstrittenen Straßennamen wird.

Leer - Das hat es sicher in der Leeraner Politik noch nicht allzu oft gegeben: Die Ratsentscheidung zur Umbenennung der Hindenburgstraße aus dem September 2025 ist gekippt worden. Die CDU hatte den Antrag gestellt, die Entscheidung aufzuheben.

Die Zuschauerränge im Saal des Historischen Rathauses waren extrem gut gefüllt. Anwohner und Interessierte waren zur Sitzung gekommen. Im aktuellen Rat am Donnerstag, 26. Februar 2025, entschied sich dann die Mehrheit dafür, den ursprünglichen Beschluss aufzuheben, den Straßennamen beizubehalten und eine Hinweistafel aufzustellen. Über den Text darauf soll noch beraten werden. Mit 20 Ja-Stimmen, fünf Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen wurde der Beschluss gefasst.

Während der Ratssitzung gab es einige umfassende Erklärungen und Redebeiträge dazu, wie die Gruppen und Fraktionen ihre Entscheidung gefällt haben. Darauf werden wir in einem ausführlichen Bericht eingehen.

Die Zuschauerränge des Ratssaals im Historischen Rathaus waren gefüllt. Foto: Klaus Ortges
Die Zuschauerränge des Ratssaals im Historischen Rathaus waren gefüllt. Foto: Klaus Ortges

Rückblick

Ein kurzer Überblick, was zuvor geschah: Die junge Leeranerin Sophia hatte im November 2024 mit einem Brief an Bürgermeister Claus-Peter Horst die Diskussion um die Hindenburgstraße ins Rollen gebracht. Sie hatte eine Lesung des Holocaust-Überlebenden und Ehrenbürgers der Stadt Leer, Albrecht Weinberg, im Zollhaus besucht. Anschließend hatte sie über den früheren Reichspräsident Paul von Hindenburg und seine Rolle bei der Machtübernahme der Nazis recherchiert, der ihrer Meinung nach keine Ehrung durch einen Straßennamen verdient habe.

Nach mehrfacher Diskussion in der Öffentlichkeit und in politischen Gremien war die Umbenennung dann im September 2025 mit sehr knapper Mehrheit von einer Stimme im Rat beschlossen worden. Außerdem sollte demnach ein Hinweisschild mit einem Erklärtext aufgestellt werden und die Kosten der Anwohner übernommen werden.

Damit war die Meinung der Anwohner, die sich in einer Befragung im Frühjahr 2025 überwiegend gegen die Umbenennung ausgesprochen hatten, überstimmt worden. Es gab Vorschläge der Grünen für mögliche neue Straßennamen. Die Anwohner sammelten mehr als 1000 Unterschriften gegen die Umbenennung und gründeten eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des Namens und eine Infotafel einsetzt.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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