Bremen Razzia in Bremen: Sofortige Schließung eines Cafés und ein Beil im Kiosk
Großeinsatz in Bremen: Bei einer Kontrolle haben Einsatzkräfte mehrere Betriebe in der Bahnhofsvorstadt und im Steintor unter die Lupe genommen. Die Bilanz: Drogenbunker, Schwarzarbeit und eine Caféschließung.
Ein behördenübergreifender Einsatz gegen die Drogenkriminalität hat am Donnerstag zu zahlreichen Anzeigen und der Schließung eines Betriebes in Bremen geführt. Wie die Polizei mitteilt, waren die Beamten gemeinsam mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt und der Lebensmittelüberwachung in der Stadtmitte sowie in der Östlichen Vorstadt präsent.
Die Einsatzkräfte sind ab 14 Uhr in den betroffenen Stadtteilen gegen den Rauschgifthandel vorgegangen. Dabei schritten die Polizisten bei Drogenverkäufen ein, hoben sogenannte Drogenbunker aus und stellten neben Cannabis auch verschreibungspflichtige Medikamente sowie Bargeld sicher. Im Zuge der Maßnahmen wurden zudem Wohnungen durchsucht und Platzverweise gegen Verdächtige ausgesprochen. Die Beamten fertigten diverse Anzeigen, insbesondere wegen Verstößen gegen das Cannabiskonsumgesetz.
Parallel dazu kontrollierten die Fachkräfte insgesamt 12 Gewerbeeinheiten, darunter Kioske, Imbisse und weitere Lokalitäten in der Bahnhofsvorstadt und im Steintor. Ein Café musste aufgrund erheblicher Kassenmängel mit sofortiger Wirkung durch den Ordnungsdienst geschlossen werden. Auch in anderen Lokalen stellten die Kontrolleure Kassen- und Baumängel sowie fehlerhafte Preisauszeichnungen fest.
In einem Kiosk an der Hamburger Straße stellten die Beamten zudem ein Beil sicher und leiteten ein entsprechendes Verfahren ein. In mehreren Fällen ergab sich darüber hinaus der Verdacht der Schwarzarbeit. Zudem wurden Spielautomaten wegen verschiedener Verstöße außer Betrieb genommen. Die Behörden kündigten an, diese gezielten Kontrollen auch in Zukunft fortzusetzen.