60 Beschäftigte  Playland Casino ist insolvent – auch Standorte in Ostfriesland

Michael Kierstein
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Von Michael Kierstein
| 19.02.2026 11:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine der Spielhallen des Papenburger Unternehmens „Playland Casino“ befindet sich am Hauptkanal der Fehnstadt. Foto: Michael Kierstein
Eine der Spielhallen des Papenburger Unternehmens „Playland Casino“ befindet sich am Hauptkanal der Fehnstadt. Foto: Michael Kierstein
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Das Unternehmen Playland Casino aus Papenburg befindet sich im Insolvenzverfahren. Spielhallen hat das Unternehmen im Emsland und Ostfriesland. So ist der Stand des Verfahrens.

Papenburg/Ostfriesland - Die Playland Casino GmbH mit Sitz in Papenburg hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilt der zuständige Insolvenzverwalter Frank Kreuznacht mit. Allein in Papenburg verfügt das Unternehmen über zwei Spielhallen: eine am Hauptkanal, eine am Splitting rechts. Hinzu kommen weitere Hallen in Werlte, Esterwegen, Dörpen, Lathen und Sögel.

Auch in Pewsum (Krummhörn) und auf Norderney hat das Unternehmen Standorte sowie in weiteren Orten in Niedersachsen. Die Playland Casino GmbH wird laut Mitteilung des Insolvenzverwalters von Jan Hendrik Meiners geführt. Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, den Betrieb langfristig zu erhalten.

60 Menschen sind bei Playland Casino beschäftigt

„Eine Unternehmensplanung, die der Geschäftsführer Jan Hendrik Meiners unter Einbeziehung der Papenburger Unternehmensberatung Georg Gerdes erarbeitet hat, zeigt das gute Entwicklungspotenzial des Unternehmens auf“, heißt es in der Mitteilung.

Aktuell seien rund 60 Menschen bei Playland Casino beschäftigt. Als Grund für die wirtschaftliche Schieflage nennt Insolvenzverwalter Kreuznacht die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Umsatzeinbrüche, die durch die Schließung der Spielhallen entstanden seien. In der Pandemie hatte Meiners gegenüber unserer Redaktion noch von 100 Mitarbeitern gesprochen und in seinen Räumlichkeiten Corona-Teststationen eingerichtet.

Playland-Casino-Geschäftsführer zeigt sich optimistisch

In der Mitteilung des Insolvenzverwalters ist von einer „umfassenden Restrukturierung“ des Unternehmens die Rede. „Nach den im Verfahren gewonnenen Erkenntnissen und den gut verlaufenden Gesprächen mit unseren oftmals langjährigen Geschäftspartnern bin ich davon überzeugt, dass der Sanierungsprozess zeitnah erfolgreich abgeschlossen wird und der Betrieb langfristig erhalten werden kann“, zeigt sich Jan Hendrik Meiners in der Mitteilung optimistisch.

Der Insolvenzverwalter Frank Kreuznacht werde nunmehr gemeinsam mit dem Geschäftsführer die notwendigen Gespräche mit Verfahrensbeteiligten führen und Maßnahmen umsetzen, die zur Erreichung der Unternehmenssanierung erforderlich sind. Gegebenenfalls soll auch ein Insolvenzplan erarbeitet und den Gläubigern zur Entscheidung vorgelegt werden. Ob alle Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben, lässt die Mitteilung offen.

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