Leichtmetall Aluminium-Industrie beklagt viertes Krisenjahr in Folge

dpa
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Von dpa
| 18.02.2026 12:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Aluminiumhersteller bleiben im Krisenmodus. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Die Aluminiumhersteller bleiben im Krisenmodus. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Die deutsche Aluminiumindustrie könnte mehr herstellen - wenn denn die Nachfrage endlich wieder zunähme. Kritisch sieht der Branchenverband auch die Standortbedingungen.

Die deutsche Aluminiumindustrie befindet sich nach Angaben des Branchenverbandes weiterhin in der Krise. Beklagt wird vor allem eine andauernde Unterauslastung der Kapazitäten. Seit 2021 gebe es kein Wachstum, berichtete Aluminium Deutschland bei der Vorlage der Jahreszahlen in Düsseldorf. Die Produktionsniveaus lägen je nach Bereich bei 76 bis 89 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Die Entwicklung 2025 verlief allerdings uneinheitlich. So ging die Produktion von Recycling-Aluminium im vergangenen Jahr um ein Prozent auf gut 2,7 Millionen Tonnen zurück. Ebenfalls ein Produktionsminus von einem Prozent auf 463.000 Tonnen gab es bei den sogenannten Strangpressprodukten, zu denen Stangen, Profile und Rohre gehören. Die Auslastung sank dort auf 76 Prozent im Vergleich zu 2021.

Plus bei Walzprodukten

Bei Aluminium-Walzprodukten wurden dagegen mit gut 1,8 Millionen Tonnen zwei Prozent mehr produziert. Walzprodukte aus Aluminium sind etwa Karosserieteile, Fassadenverkleidungen oder Getränkedosen. Die Auslastung bei den Walzprodukte-Herstellern lag 2025 im Vergleich zu 2021 bei rund 89 Prozent.

Als Hauptgrund für die Unterauslastung im vierten Jahr in Folge sieht der Verband eine schwache Nachfrage vor allem in der Automobil- und der Bauindustrie sowie dem Anlagenbau. Auch seien die Standortbedingungen in Deutschland international nicht mehr wettbewerbsfähig. Der Verband kritisierte in diesem Zusammenhang unter anderem hohe Energiepreise.

Laut Aluminium Deutschland blieb der Branchenumsatz 2025 mit 22,8 Milliarden Euro trotz der Produktionsrückgänge stabil. Grund seien höhere Preise an der Londoner Metallbörse. Die 237 Betriebe der Branche in Deutschland beschäftigten im vergangenen Jahr 55.800 Menschen.

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