Brand in Münkeboe Nachbarn retten Pferde aus dem Stall
Großalarm für die Feuerwehren in Südbrookmerland: In der Nacht zu Dienstag brannte es im Ortsteil Münkeboe. Vier Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Was bislang bekannt ist.
Münkeboe - Bei einem Brand im Südbrookmerlander Ortsteil Münkeboe sind in der Nacht zu Mittwoch mehrere Menschen verletzt worden. Gegen drei Uhr war an der Hoddelkestraße der Anbau eines Wohnhauses in Brand geraten. Die Bewohner brachten sich ins Freie, die Feuerwehr löschte die Flammen. Ein gutes Ende nahm die Sache für mehrere Pferde, die sich in einem angrenzenden Stall befanden.
Gegen kurz vor drei Uhr waren Bewohner des Hauses auf Knallgeräusche aufmerksam geworden und entdeckten den Brand. Schnell verließen sie das Gebäude und brachten sich in Sicherheit. Vier Bewohner im Alter zwischen 13 und 74 Jahren erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten behandelt werden.
Nachbarn treiben Pferde auf Weide
Nachbarn, die ebenfalls auf den Brand aufmerksam geworden waren, kümmerten sich um mehrere Pferde, die sich im Stalltrakt des Landhauses befanden. Sie trieben die Tiere auf eine nahegelegene Weide und brachten sie in Sicherheit. Wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage sagte, blieben die Pferde unverletzt.
Für die Südbrookmerlander Feuerwehren wurde sogenannter Gemeindealarm ausgelöst. Kräfte der Ortsfeuerwehren Münkeboe-Moorhusen, Victorbur, Oldeborg, Uthwerdum und Wiegboldsbur rückten mit zahlreichen Fahrzeugen aus. Aus Aurich rückte zudem die Drehleiter an. Laut Alarmierung sollte es sich um ein Gebäude in Vollbrand handeln. Dies bestätigte sich vor Ort zwar nicht, der Gebäudeanbau war aber nicht mehr zu retten. Neben dem Anbau war laut Polizei auch eine Pferdekutsche in Brand geraten, die sich „im Nahbereich“ des brennenden Objektes befunden habe.
Wasserversorgung war zunächst problematisch
Für die Feuerwehr war nach Angaben einer Sprecherin vor allem die Wasserversorgung eine Herausforderung. Aufgrund der Entfernung des Hauses von der Straße – und damit dem Hydrantennetz – dauerte es eine Weile, bis die Wasserversorgung stand. Bis dahin behalfen sich die Einsatzkräfte mit dem Löschwasservorrat auf mehreren Feuerwehrfahrzeugen. Das Problem: Aufgrund des hohen Wasserbedarfs hält dieser Vorrat meist nur wenige Minuten. Dennoch gelang es den Einsatzkräften, einen Vollbrand des Hauptgebäudes zu verhindern und somit einen noch größreren Schaden zu vermeiden.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und den Brandort beschlagnahmt. Vor Ort im Einsatz waren nach Feuerwehrangaben etwa 120 Kräfte. Für die letzten von ihnen dauerte die Arbeit bis kurz vor 7 Uhr. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf einen höheren fünfstelligen Betrag.