Bürgermeisterwahl 2026 Warum die CDU in Papenburg auf Sabrina Wendt setzt
Jetzt ist es offiziell: Sabrina Wendt will Bürgermeisterin in Papenburg werden und fordert Amtsinhaberin Gattung heraus. Die parteilose Kandidatin wird von CDU, FDP und Wirtschaft unterstützt.
Papenburg - Es war eines der am besten gehüteten Geheimnisse in den vergangenen Tagen in Papenburg. Nachdem unsere Redaktion es am Freitagabend auf noz.de lüftete, zog die CDU nach und bestätigte wenig später: Ihre Bürgermeisterkandidatin für Papenburg ist Sabrina Wendt (44, parteilos). Die frühere Wirtschaftsförderin der Stadt und amtierende Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Emsland soll gegen Amtsinhaberin Vanessa Gattung (36, SPD) antreten. Die Wähler in Papenburg hätten dadurch nun eine echte Wahlmöglichkeit, so die CDU. Weitere Bürgermeisterkandidaten für die Fehnstadt gibt es bislang nicht. Gewählt wird am Sonntag, 13. September 2026.
„Ich möchte Papenburg aktiv gestalten und die Chancen unserer Stadt für alle Bürger nutzen – unabhängig von Herkunft, Beruf oder Alter und ausdrücklich parteiübergreifend“, erklärt Wendt in einer Pressemitteilung der CDU. Die „breite Unterstützung aus Wirtschaft und Gesellschaft“ gebe ihr dabei Rückenwind. Außer den Christdemokraten unterstützen auch die FDP sowie ein breites Bündnis aus Vertretern der Papenburger Wirtschaft Wendts Kandidatur, erläutert Andreas Thomes, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Papenburg-Aschendorf, in einer Pressemitteilung. Dieser „starke Rückhalt“ sei für sie ein zusätzlicher Impuls gewesen, „Verantwortung zu übernehmen“ und für das Amt anzutreten. Wendt verbinde „in besonderer Weise“ Führungserfahrung, wirtschaftliche Kompetenz und Verwaltungspraxis.
CDU in Papenburg hatte Bewerbung öffentlich ausgeschrieben
Thomes zufolge wurde Wendt von der sogenannten CDU-Findungskommission „nach intensiver Sichtung aller Bewerbungen“ einstimmig empfohlen. Die Christdemokraten hatten das Bewerbungsverfahren öffentlich ausgeschrieben.
„Die kommende Wahl wird richtungsweisend für Papenburg“, betont Thomes. „Unsere Stadt steht vor großen Aufgaben: wirtschaftliche Herausforderungen, Fachkräftemangel, Wohnraumbedarf sowie steigende Anforderungen an Verwaltung und Infrastruktur. Ein ‚Weiter so‘ reicht dafür nicht aus. Wir haben bewusst über den Tellerrand geschaut, um Papenburg das bestmögliche Angebot zu machen – und genau das ist uns gelungen.“
Wendt verfügt nach Darstellung der CDU über langjährige Erfahrung sowohl in der Wirtschaft als auch in der Stadtverwaltung. Sie kenne unternehmerische Entscheidungsprozesse, Investitionslogik und Wettbewerbsdruck ebenso wie die Abläufe und Möglichkeiten einer modernen Verwaltung im digitalen Wandel.
Sabrina Wendt listet zentrale Vorstellungen auf
Als Geschäftsführerin im Wirtschaftsverband Emsland bringe sie Wirtschaft, Verwaltung und Ehrenamt zusammen und verfüge über ein breites Netzwerk. Ihr Ansatz verbinde wirtschaftliches Denken mit einem klaren Blick für die Bedürfnisse aller Bürger.
Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, benannte Wendt in ihrer Vorstellung als zentrale Schwerpunkte: verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum, starke Bildungsangebote, attraktive Perspektiven für Familien, Jugendliche und Senioren, die Förderung des Ehrenamtes sowie eine moderne, serviceorientierte Verwaltung.
Papenburgerin ist Mutter von zwei Kindern
„Als Papenburgerin und Mutter von zwei Kindern kennt sie die Themen, die Familien bewegen“, betont Andrea Plock, Co-Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat. „Für Lösungen setzt sie sich bereits heute in der emsländischen Stiftung Beruf und Familie ein. Sie steht glaubwürdig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und möchte beide Perspektiven stärker zusammenführen.“
Sabrina Wendt sei eine Kandidatin, die Papenburg an erste Stelle setzt, Verwaltungserfahrung mitbringt und zugleich tief in Wirtschaft und Verbandsarbeit verwurzelt sei. „Diese Kombination macht sie besonders geeignet, unsere Stadt zukunftsfest aufzustellen.“
FDP: Wendt schafft Vertrauen über Parteigrenzen hinweg
FDP-Stadtratsfraktionschef Ferhat Asi begründet die Unterstützung der Liberalen für Wendt damit, dass sie als parteilose Kandidatin wirtschaftliche Kompetenz, Verwaltungsverständnis und den Willen zur Zusammenarbeit vereint. Bei der Mitgliederversammlung der FDP im März werde man sie daher offiziell als Bewerberin vorschlagen.
Die breite Unterstützung aus der Wirtschaft zeige, dass Wendt Vertrauen über Parteigrenzen hinweg schafft. „Papenburg braucht jetzt Aufbruch, klare Entscheidungen und eine Politik, die Chancen ermöglicht – genau dafür steht ihre Kandidatur“, meint Asi.