Bund gibt Geld Friesenrat bekommt Büro in Aurich
Die Sektion Ost des Friesenrats - auf Saterfriesisch „Fräiske Räid“ - zog Bilanz. Ein langjähriges Mitglied wurde verabschiedet. Das ist für dieses Jahr geplant.
Ihlow - Die Mitglieder der Sektion Ost des Friesenrats zogen kürzlich in Ihlow Bilanz. Auf der Hauptversammlung erinnerte der Vorsitzende an außergewöhnliche Veranstaltungen des Jahres 2025.
Das Friesendroapen auf Helgoland habe sich als lebendiger Treffpunkt für Friesen aus allen Regionen erwiesen, so Arno Ulrichs. Besonders sei auch die Feier des 100-jährigen Jubiläums der Friesenkongresse in Jever gewesen.
Bund gibt Geld für Aufbau einer Geschäftsstelle
In Bezug auf die organisatorische Arbeit des Friesenrats konnte Ulrichs eine gute Nachricht verkünden. Die Sektion Ost erhält eine finanzielle Förderung des Bundes für den Aufbau einer Geschäftsstelle.
Im neuen Büro sollen nicht nur die laufenden Aufgaben koordiniert werden. Von dort aus wird auch die Zusammenarbeit der drei Sektionen des Interfriesischen Rates intensiviert, um Synergien zu schaffen und die gemeinsame friesische Stimme auf nationaler und internationaler Ebene zu stärken. Es wurde beschlossen, die Geschäftsstelle in Aurich einzurichten.
Die Versammlung beschloss zudem die Einführung eines Empfangs am 28. August 2026. Er bildet den Auftakt zu einem regelmäßigen Gedenken an die Verabschiedung des Friesischen Manifests im Jahr 1955 am Upstalsboom bei Aurich. Der jährliche Empfang soll zugleich ein Forum für Austausch und Vernetzung innerhalb der friesischen Gemeinschaft sein. Der Friesenrat Sektion Ost heißt auf Saterfriesisch „Fräiske Räid“ und auf Plattdeutsch „Freeske Raad“. Er vereint unter seinem Dach alle Friesen, die in Niedersachsen leben. Das Arbeitsgebiet umfasst die Regionen Ostfriesland, Oldenburger Friesland (Landkreis Friesland, Wilhelmshaven), Saterland, das ehemalige Rüstringen (unter anderem Butjadingen) sowie das Land Wursten.
Ein emotionaler Moment war die Verabschiedung von Dieter Osterndorff aus dem Land Wursten. Die Versammlung verabschiedete ihn nach fünfzig Jahren aus dem Friesenrat. Osterndorff habe maßgeblich dazu beigetragen, Brücken zwischen den Regionen zu schlagen und so die Arbeit des Friesenrats geprägt, hieß es. Seine Nachfolge tritt Lüder Korff an.
Vorstand des Friesenrates bestätigt
Bei den Wahlen wurde der Vorstand der Sektion Ost bestätigt: Arno Ulrichs aus Ihlow (Vorsitzender), Dieter Baumann aus Moormerland (stellvertretender Vorsitzender), Volker Landig aus Jever (Kassenwart) und Torsten Bruns aus Moormerland (Schriftführer).
Die Friesenräte der Sektion Ost wollen nun den Aufbau der Geschäftsstelle zügig vorantreiben und die interfriesische Zusammenarbeit ausbauen. Der Fokus soll dabei auf der Vertiefung regionaler Partnerschaften, der Organisation gemeinsamer Veranstaltungen und der Stärkung der friesischen Identität liegen – ganz im Sinne des Friesischen Manifests von 1955.