Helm-Eklat bei Winterspielen Eilverfahren um Ausschluss von Ukrainer Heraskewytsch läuft

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Von dpa
| 13.02.2026 00:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kämpft vor dem Internationalen Sportgericht um einen Start im Skeleton-Wettbewerb: Wladislaw Heraskewytsch. Foto: Peter Kneffel
Kämpft vor dem Internationalen Sportgericht um einen Start im Skeleton-Wettbewerb: Wladislaw Heraskewytsch. Foto: Peter Kneffel
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Kann der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch trotz Disqualifikation doch noch am Skeleton-Wettbewerb bei Olympia teilnehmen? Ein Eilverfahren in Mailand soll jetzt entscheiden.

Das Eilverfahren um den Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch von den olympischen Skeleton-Wettbewerben hat in einem Hotel in Mailand begonnen. Der 27-Jährige kämpft in einer Anhörung vor der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofes Cas gegen die Entscheidung des zuständigen Weltverbandes IBSF, ihn von den Rennen in Cortina d’Ampezzo zu disqualifizieren. 

Hoffen auf schnelles Urteil

„Wir hoffen, dass wir heute ein Urteil verkünden können. Aber es ist schwer zu sagen, wann“, sagte Matthieu Reeb, der Cas-Generaldirektor. Entschieden wird der Fall von nur einer Schiedsrichterin, der deutschen Rechtsanwältin Annett Rombach. Vor Ort sind Heraskewytsch und sein Vater sowie Vertreter des IOC, zudem werden per Video Vertreter des Weltverbandes IBSF und der Rechtsbeistand des Athleten zugeschaltet.

Hintergrund war, dass Heraskewytsch sich geweigert hatte, auf das Tragen eines vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verbotenen Helms mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen zu verzichten.

Das IOC untersagt politische Botschaften während der Wettkämpfe und hatte den Ukrainer mehrfach aufgefordert, einen anderen Helm zu verwenden. Heraskewytsch argumentiert, es habe bereits ähnliche Fälle bei Olympia ohne drastische Sanktionen gegeben, und sieht keinen Regelbruch. 

Rückkehr in Wettbewerb schwierig

Er verlangt vor dem Cas die Aufhebung der Entscheidung und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Alternativ müsse ihm ein vorläufiger Start unter Überwachung des Cas ermöglicht werden, bis ein Urteil vorliegt. Sein Ziel sei es, doch noch am Skeleton-Wettbewerb teilzunehmen. 

Allerdings wurden die ersten beiden Läufe bereits am Donnerstag absolviert. Für heute Abend ab 19.30 Uhr ist die Medaillenentscheidung mit den Läufen drei und vier geplant.

„Für mich es ist jetzt natürlich schwer nachzuvollziehen, wie wir das umsetzen können“, hatte Heraskewytsch vor der Anhörung auf die Frage geantwortet, wie er denn doch noch in den Wettbewerb einsteigen könne. Vielleicht müsse man die ersten beiden Läufe annullieren oder er selbst müsse mehrere Läufe an einem Tag bestreiten, sagte der Ukrainer.

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