Politik  Bürgermeisterwahl in Papenburg – wohl Konkurrenz für Gattung

Gerd Schade
|
Von Gerd Schade
| 13.02.2026 12:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das historische Rathaus der Stadt Papenburg wird derzeit saniert. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Verwaltungsvorstand inklusive Bürgermeister dort wieder einziehen. Wer das dauerhaft sein wird, darüber entscheiden die Wähler am 13. September 2026. Foto: Gerd Schade
Das historische Rathaus der Stadt Papenburg wird derzeit saniert. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Verwaltungsvorstand inklusive Bürgermeister dort wieder einziehen. Wer das dauerhaft sein wird, darüber entscheiden die Wähler am 13. September 2026. Foto: Gerd Schade
Artikel teilen:

Die Bewerbungsfrist der CDU in Papenburg für eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in der Fehnstadt ist abgelaufen. Wie war die Resonanz? Wie geht es weiter? Wir haben nachgefragt.

Papenburg - So viel scheint festzustehen: Die amtierende Bürgermeisterin der Stadt Papenburg, Vanessa Gattung (SPD), kann bei der Kommunalwahl 2026 mit einem Gegenkandidaten der CDU rechnen. Zu Namen halten sich die Christdemokraten aber noch bedeckt.

Vor wenigen Tagen ist die von einer „Findungskommission“ des CDU-Stadtverbandes Papenburg-Aschendorf gesetzte Bewerbungsfrist abgelaufen. Er hatte im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung um Kandidaten geworben, die bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September 2026, für den hauptamtlichen Posten des Bürgermeisters der Fehnstadt antreten.

Andreas Thomes, Stadtverbandsvorsitzender und zusammen mit Andrea Plock auch Fraktionschef der CDU im Stadtrat, zeigt sich nach dem vor etwa vier Wochen auf verschiedenen Kanälen gestarteten Aufruf zufrieden. „Bereits zu Beginn sind unterschiedlichste Bewerbungen eingegangen“, teilt Thomes auf Anfrage mit. Nach seinen Worten haben sich Menschen aus verschiedensten Bereichen beworben – mit behördlicher oder wirtschaftlicher Berufserfahrung ebenso wie Bewerber mit Lebenserfahrung und interessanten Werdegängen, beispielsweise in diplomatischen Kreisen, aber auch fernab des politischen Geschehens.

Andreas Thomes verweist auf Resonanz nach Social-Media-Video

„Wir haben uns bei der Entscheidung für ein offenes Bewerbungsverfahren bewusst über die typisch politische Bühne hinaus erhofft, Personenkreise anzusprechen, die die Attribute der Ausschreibung bestmöglich erfüllen“, erklärt Thomes. „Festhalten können wir nun, dass genau dies eingetreten ist.“

Der Papenburger betont in diesem Zusammenhang, dass durch ein von der CDU in den sozialen Medien verbreitetes Video eine äußerst positive Resonanz erzielt worden sei. Diese wiederum habe weiteres Interesse gefördert und intensive Gespräche mit den interessierten Personen nach sich gezogen.

In etwa zwei Wochen will die CDU einen Namen preisgeben

Die nächsten Schritte sehen Thomes zufolge nun eine weitere Sitzung der Findungskommission vor, in der der endgültige Vorschlag abschließend beraten werden soll. Allen anderen Bewerbern werde beziehungsweise sei bereits entsprechend abgesagt worden.

Der „finale Vorschlag“ werde dem Stadtverband in dessen nächster Sitzung unterbreitet. Dort werde sich die betreffende Person auch persönlich vorstellen.

„Der Stadtverband erstellt letztlich den Wahlvorschlag für die Gesamtheit der Mitglieder der CDU. Zu diesem Zeitpunkt wird die Entscheidung selbstverständlich auch öffentlich bekannt gegeben“, erklärt Thomes. Zeitlich seien für diese Schritte etwa die nächsten zwei Wochen eingeplant, so der Stadtverbandsvorsitzende.

SPD wird Vanessa Gattung nominieren, was macht die AfD?

Andrea Plock und er hielten diesen Weg, der von Beginn an genau so angekündigt wurde, sowie das transparente Verfahren insgesamt für das beste Vorgehen. „Wir wollten bewusst nicht das tun, was der Politik immer wieder vorgeworfen wird – nämlich im ‚stillen Kämmerlein‘ Personen nach vorne zu stellen.“ Sie seien überzeugt, Papenburg auf diese Weise das bestmögliche Angebot machen zu können.

Bürgermeisterin Gattung, seit November 2021 im Amt, will sich bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins am Samstag, 14. Februar 2026, offiziell für eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit nominieren lassen. Spekulationen darüber, dass auch die AfD einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken wird, halten sich in der Stadt derweil weiter hartnäckig. Eine Anfrage unserer Redaktion dazu sowie über die Gründung eines AfD-Kreisverbandes Aschendorf-Hümmling blieb auch nach knapp zwei Wochen bislang unbeantwortet.

Ähnliche Artikel