Olympische Winterspiele Drittes Alpin-Gold: Von Allmen gewinnt auch Super-G

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Von dpa
| 11.02.2026 12:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Franjo von Allmen bejubelt seinen nächsten Olympia-Triumph. Foto: Peter Klaunzer
Franjo von Allmen bejubelt seinen nächsten Olympia-Triumph. Foto: Peter Klaunzer
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Franjo von Allmen wird endgültig zum ganz großen Überflieger dieser Winterspiele. Der Schweizer holt bereits seine dritte Goldmedaille. Damit steigt er in eine Liga mit Legenden des Alpinsports auf.

Der Schweizer Franjo von Allmen hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien auch den Super-G gewonnen und damit bereits seine dritte Goldmedaille geholt. Der 24-Jährige setzte sich mit 0,13 Sekunden Vorsprung auf den Amerikaner Ryan Cochran-Siegle durch. Dritter wurde von Allmens Teamkollege Marco Odermatt, der zwar seine zweite Medaille in Bormio holte, aber wie schon in der Abfahrt seiner Favoritenrolle nicht gerecht wurde.

„Es fühlt sich an wie ein Traum“, schwärmte von Allmen in der ARD. „Dreimal, absoluter Wahnsinn.“ 

Simon Jocher hatte nach Platz 21 in der Abfahrt erneut nichts mit der Entscheidung zu tun. Der 29-Jährige kam auf den 17. Rang. Anton Grammel als zweiter deutscher Starter landete auf Platz 29.

Von Allmen in einer Liga mit Sailer und Killy

Von Allmen ist nach dem Österreicher Toni Sailer (1956) und Jean-Claude Killy aus Frankreich (1968) erst der dritte männliche Skirennfahrer, der dreimal Gold bei denselben Winterspielen gewonnen hat. Bei den Frauen ist dies nur der Kroatin Janica Kostelic (2002) gelungen. In Bormio stand von Allmen auch in der Abfahrt und in der Team-Kombination, die es bei den bisherigen Rekorden noch nicht gab, ganz oben auf dem Podium.

„Die Leistung, die er hier abliefert, davor kann man mehr als dreimal den Hut ziehen“, sagte Felix Neureuther als ARD-Experte. „Jedes Mal wieder aufs Neue ans Limit zu gehen, das ist großer Sport.“

Fast schon ungläubig saß von Allmen im Zielbereich auf der Position des Führenden und zuckte grinsend mit den Schultern, als ein Konkurrent nach dem anderen langsamer war. Auch Odermatt, der souverän die Weltcupwertung im Super-G anführt, blieb um 0,28 Sekunden hinter seinem Landsmann. Dem dreimaligen Weltmeister bleibt nun noch der Riesenslalom als große Chance auf Olympia-Gold in Bormio.

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