Osnabrück  Schnapszahl-Hochzeiten 2026: Standesämter in der Region rüsten sich für beliebte Termine

Sebastian Stricker
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Von Sebastian Stricker
| 11.02.2026 18:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
2026 gibt es eine Reihe von begehrten Daten, um den Bund der Ehe zu schließen. Foto: IMAGO/Panthermedia
2026 gibt es eine Reihe von begehrten Daten, um den Bund der Ehe zu schließen. Foto: IMAGO/Panthermedia
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Ob Valentinstag, Schnapszahl-Datum oder Wochenende im Sommer: In Osnabrück sind viele beliebte Termine für Trauungen in 2026 schon weg – ebenso im Landkreis. Wann und wo Hochzeitspaare noch Glück haben können.

Ob 26.2.26, 2.6.26 oder 26.6.26 – besondere Daten mit einprägsamen Zahlenkombinationen haben bei Heiratswilligen ihren Reiz. Doch eine Umfrage bei den größten Standesämtern in Stadt und Landkreis Osnabrück zeigt: Es gibt Tage, die noch beliebter sind.

In Osnabrück sind der Valentinstag (14. Februar), der 6.6.26 und der 26.6.26 bereits ausgebucht. Für den 26.2.26 lagen zu Monatsbeginn vier Reservierungen vor. „Ausgebucht ist ein Datum mit sechs Trauungen, im Schloss mit acht“, erklärt Stadtsprecher Simon Vonstein. Im Sommer gebe es zudem einmal monatlich lange Trautage mit bis zu zwölf Trauungen.

Aber: „Der Andrang auf besondere Daten hielt sich in den vergangenen Jahren oft in Grenzen.“ Der 23.3.23 etwa sei nicht ausgebucht gewesen, und am Valentinstag 2023 wollte kein einziges Paar in Osnabrück heiraten. Der Trend gehe stattdessen zur Hochzeit am Wochenende – speziell im Sommer.

Das Osnabrücker Standesamt habe deshalb sein Angebot an Samstagstrauungen und besonderen Trauorten erweitert. In diesem Jahr können Verlobte erstmals im Ledenhof den Bund fürs Leben eingehen. Dafür gebe es bereits sehr viele Reservierungen, teilt Vonstein mit.

Ab 2027 kommt ein großer Saal im Museum am Schölerberg hinzu. „Beliebteste Trauorte in Osnabrück sind bisher das Gut Honeburg und das Schloss.“

Und wie sieht es im Landkreis aus? Dem Standesamt Melle liegen für den 26.2.26 und 2.6.26 jeweils zwei Reservierungen für Eheschließungen vor (Stand 10. Februar). Stark nachgefragt ist hingegen der 26.6.26 – ein Freitag. „Hier sind alle neun Termine bereits vorgemerkt“, berichtet Stadtsprecher Jürgen Krämer. Neun Eheschließungen an einem Tag habe es zuletzt am 2.5.25 gegeben.

Im Mai 2026 steche das Wochenende nach Christi Himmelfahrt (14. Mai) heraus. Aber auch von Juni bis August seien bereits viele Wochenendtermine reserviert, so Krämer.

Das Meller Standesamt bietet als besondere Trauorte das Automuseum, die Orangerie auf Gut Ostenwalde, die Diedrichsburg und das Müllerhaus an der Windmühle Westhoyel an.

In Georgsmarienhütte ist (Stand 3. Februar) für den 26.2.26 bislang ein „Candlelight-Wedding“ in der Klosterpforte angemeldet, für den 2.6.26 aber noch gar keine Trauung. Am 26.6.26 sollen drei Eheschließungen im Rathaus stattfinden. „An diesem Termin wäre noch eine kurze Trauung um 8.30 Uhr möglich“, sagt Stadtsprecher Niklas Otten.

Besonders begehrt bei Brautpaaren sei der 6.6.26. Dabei handele es sich um Samstags-Trautermine in der Villa Stahmer. Auch der 12.6.26 sei beliebt.

In Bramsche (Stand 4. Februar) liegen für den 2.6.26 und 26.6.26 jeweils drei Anmeldungen vor. Für den 26.2.26 ist noch kein Termin reserviert. „Beim 2.6.26 handelt es sich um einen Dienstag. Für diesen Wochentag ist eine Anzahl von drei Trauungen eher ungewöhnlich“, erläutert Stadtsprecher Yannick Richter.

Allerdings: Am 22.2.22 – ebenfalls ein Dienstag – habe es mal sechs Trauungen gegeben, ebenso am 9.9.22 (Freitag). Weitere beliebte Schnapszahl-Daten der Vergangenheit waren der 7.7.22 und der 2.5.25. Damals gaben sich jeweils fünf Paare das Jawort.

Besonders gefragt sind in Bramsche die beiden monatlichen Samstage für Trauungen. Am jeweils zweiten Samstag im Monat finden im Kloster Malgarten oft fünf Trauungen statt, am vierten Samstag im Rathaus oft vier.

In Wallenhorst ist der 26.6.26 mit fünf reservierten Terminen sehr gefragt (Stand 2. Februar). So viele Trauungen an einem Tag nahm das Standesamt zuletzt 2025 vor – am 8.8. und 10.10. Grundsätzlich seien Freitage und Tage vor Feiertagen sowie vor Weihnachten und Silvester beliebt, teilt Gemeindesprecherin Anette Boberg mit.

Freitags werde die letzte Trauung um 15 Uhr angeboten. „Dies sind oft die favorisierten Termine.“ Als besonderen Trauort gebe es die Hofstelle Duling, wo ein Sektempfang bis 16.30 Uhr möglich ist.

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