Osnabrück  Superfood aus Asien: Wer die Durian genießen möchte, muss üblen Geschmack aushalten

Fiona Mancuso
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Von Fiona Mancuso
| 09.02.2026 15:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wächst nicht in Deutschland, sondern in Asien: die Durian. Foto: IMAGO/Zoonar
Wächst nicht in Deutschland, sondern in Asien: die Durian. Foto: IMAGO/Zoonar
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Die Durian polarisiert wie kaum eine andere Frucht: Während sie in Europa als berüchtigte „Stinkfrucht“ oft auf Ablehnung stößt, wird sie in weiten Teilen Asiens als begehrte Delikatesse verehrt. Aber Achtung: Bei falschem Verzehr kann es schmerzhaft werden.

Für die einen „Stinkbombe“, für die anderen eine Delikatesse: Die Durian polarisiert wie wohl keine andere Frucht. Ihr Geruch erinnert an verdorbene Eier, doch sie ist angesehener, als viele wohl vermuten. Außerdem gibt es Durians in ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, von bitter bis süß ist alles dabei.

Und gesund ist sie. Die Durian deckt einen beachtlichen Teil der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin B2 ab, die bei 1300 Milligramm liegt. Die Zeitschrift „Geo“ schreibt, dass in nur 100 Gramm der Frucht 350 Milligramm Vitamin B2 stecken. Dieses Vitamin ist essenziell für den Protein- und Energiestoffwechsel sowie für die Bildung der Nerven und für heranwachsende Babys im Mutterleib, wie „t-online“ erklärt. Darüber hinaus enthält die Frucht viele Vitamine B1 und C.

Trotz der zahlreichen gesundheitlichen Vorzüge mahnen Fachleute, zurückhaltend beim Verzehr zu sein, da die Durian mit rund 1350 Kalorien eine regelrechte „Kalorienbombe“ ist. Obwohl die Frucht in Europa aufgrund ihres üblen Geruchs kaum verbreitet ist, wird sie vereinzelt in Asia-Supermärkten angeboten oder kann tiefgekühlt online gekauft werden. Als besonders populär gilt die Sorte Monthong, die laut t-online für ihren milden, sehr süßen und an Vanille erinnernden Geschmack geschätzt wird.

Ein Hinweis für alle, die die Frucht zum ersten Mal probieren wollen: In Südostasien warnt man traditionell davor, Durians zusammen mit Alkohol zu genießen. Untersuchungen der Universität Tsukuba in Japan deuten darauf hin, dass die in der Frucht enthaltenen Schwefelverbindungen ein Enzym im Körper hemmen, das für den Abbau von Alkohol zuständig ist.

Die Folge sind Herzklopfen, Übelkeit oder Blähungen – im Volksmund wird die Kombination oft scherzhaft als explosiv bezeichnet. Wer also zur Durian greift, bleibt am besten beim Wasser.

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