1,5 Millionen Euro Samtgemeinde Hesel will Halle in Holtland sanieren
Die Mehrzweckhalle Holtland muss saniert werden. Rund 1,5 Millionen Euro kalkuliert die Samtgemeinde Hesel. Ohne finanzielle Förderung wird es schwierig.
Holtland - Heizung, Boden, Dämmung – eigentlich alles ist in der Mehrzweckhalle Holtland sanierungsbedürftig. So beschrieb Samtgemeindebürgermeister Uwe Themann in der Samtgemeinderatssitzung am Dienstag, 27. Januar 2026, den Zustand der Mehrzweckhalle. „Quasi müssen wir das kernsanieren, wie damals die Halle in Neukamperfehn“, sagte Themann.
Die Mehrzweckhalle ist laut Samtgemeinde die einzige Dreifachsporthalle im Gemeindegebiet und wird nicht nur für den Schul- und Vereinssport, sondern auch als zentrale Begegnungsstätte genutzt. Sie wurde 1993 gebaut und entspricht nicht mehr den heutigen Standards: Vor allem Gebäudehülle sowie Heiz- und Lüftungstechnik verursachen nach Angaben der Verwaltung einen hohen Energieverbrauch und steigende Betriebskosten.
Anderthalb Millionen für Mehrzweckhalle
Nach dem Plan der Samtgemeinde soll die Sanierung etwa 1,5 Millionen Euro kosten. Um das finanziell stemmen zu können, beantragt Hesel nach einem Beschluss im Samtgemeinderat eine Förderung durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ – dadurch könnten bis zu 45 Prozent, also 675.000 Euro gefördert werden. Allerdings ist die Hoffnung, von dort Unterstützung zu bekommen, recht gering.
„Das Förderprogramm ist sehr überzeichnet“, so Themann. Dennoch wolle man die Chance auf Fördermittel nicht verstreichen lassen. „Jeder Zuschuss ist uns willkommen“, führte der Samtgemeindebürgermeister aus. Dafür müsste die Umsetzung aber auch bis spätestens 2031 erfolgen. Sollte die Förderung nicht bewilligt werden, will die Samtgemeinde Hesel alternative Programme prüfen.
Ohne Förderung keine Sanierung?
Um die geplante Sanierung in die Tat umsetzen zu können, braucht die Samtgemeinde Unterstützung. Denn ansonsten wäre es „derzeit finanziell nicht tragbar“, wie der Erste Samtgemeinderat Joachim Duin auf Anfrage dieser Redaktion schreibt. Einen Zeitplan gibt es, solange die Finanzierung nicht feststeht, auch noch nicht.
Vorgesehen wäre nach Angaben der Samtgemeinde ein Maßnahmenpaket von der Gebäudehülle bis zur Technik: Dämmung von Dach, Außenwänden und Bodenplatte, neue Fenster und Außentüren sowie eine bessere Luftdichtheit sollen den Energieverbrauch senken. Geplant sind zudem eine neue Heiztechnik mit regenerativen Energiequellen (etwa Wärmepumpe, Biomasse oder Nahwärme), eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik für den Eigenverbrauch, LED-Beleuchtung sowie moderne Steuerungs- und Regelungstechnik. Außerdem sollen der Hallenboden erneuert und Umkleiden und Sanitärbereiche barrierefrei modernisiert werden.