Bremen Werder Bremen sucht neuen Trainer: Wer wird Nachfolger von Horst Steffen?
Nach zehn Spielen ohne Sieg ist Horst Steffen nicht länger Trainer von Werder Bremen. Jetzt brodelt die Gerüchteküche, wer sein Nachfolger werden könnte. Diese Namen kursieren.
Es hat gerade einmal sieben Monate gedauert, da sucht Werder Bremen schon wieder einen neuen Trainer. Nach der Trennung von Ole Werner im Sommer vergangenen Jahres sollte Horst Steffen den bis dahin erfolgsversprechenden Weg der Grün-Weißen fortführen. Doch der Plan von Sportchef Clemens Fritz ging nicht auf.
Nach zehn sieglosen Spielen gab der Verein am Sonntag die Freistellung des Fußballehrers bekannt, der aus Elversberg gekommen war.
Übergangsweise haben die beiden bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß übernommen. Im Hintergrund sucht Clemens Fritz derweil nach einem Nachfolger für Horst Steffen. Die Zeit drängt, denn Werder ist nach dem Remis gegen Borussia Mönchengladbach und dem Punktgewinn des HSV gegen Bayern München auf Platz 15 abgerutscht.
Doch wer kommt für den Verein von der Weser überhaupt infrage? Sportchef Fritz hatte bereits am Sonntag erklärt, dass man eine externe Lösung haben wolle. Kandidaten wie Werders U19-Coach Cedric Makiadi oder Fritzy Kromp, Trainerin der Werder-Frauen, fallen damit schon einmal raus. Dagegen könnte ein sogenannter „Feuerwehrmann“ gute Chancen auf den Posten haben. Ein Trainer also, der Erfahrung damit hat, abstiegsbedrohte Vereine aus der Krise zu holen.
Unter den Trainern ohne Job befinden sich momentan unter anderem Edin Terzić (zuletzt Borussia Dortmund) und Marco Rose (zuletzt RB Leipzig). Doch es ist unwahrscheinlich, dass bei beiden Fußballlehrern die finanziellen Rahmenbedingungen und sportlichen Ansprüche mit den Vorstellungen an der Weser zusammenpassen.
Hinzu kommt, dass Werder-Sportchef Fritz im Sommer vergangenen Jahres bereits Kontakt zu Marco Rose hatte, als er nach einem Nachfolger für Ole Werner suchte. Nach Angaben der „Deichstube“ soll dieser jedoch schon damals signalisiert haben, dass er kein Interesse an einem Engagement bei den Grün-Weißen hat.
Auch andere Trainer, mit denen Fritz im vergangenen Sommer Gespräche geführt haben soll, stehen mittlerweile für andere Vereine an der Seitenlinie – darunter Lukas Kwasniok (1. FC Köln) und Danny Röhl (Glasgow Rangers).
Dagegen steht der Name Nenad Bjelica hoch im Kurs. Der Kroate übernahm 2023 das Traineramt von Urs Fischer bei Union Berlin, gab dort jedoch eher eine unglückliche Figur ab. Nach nicht einmal einem Jahr musste er die „Eisernen“ wieder verlassen. Nach Angaben der kroatischen Zeitung „Sportske novosti“ soll sich Werder Bremen jetzt intensiv mit dem Fußballlehrer beschäftigen.
Gehandelt wird zudem Dino Toppmöller, der Eintracht Frankfurt jüngst verlassen musste. Doch ähnlich wie bei Marco Rose und Edin Terzić ist es bei Toppmöller fraglich, ob der Unterschied zwischen eigenem Anspruch und der Wirklichkeit bei Werder Bremen nicht doch zu groß ist.
Ein Trainer wurde inzwischen selbst aktiv, um sich für den Job bei den Grün-Weißen ins Spiel zu bringen: Felix Magath. „Da muss ein erfahrener Mann her, der die Situation kennt“, erklärte der 72-Jährige gegenüber RTL. Er selbst fühle sich „immer noch einigermaßen fit. Nicht mehr so, wie vor 40 Jahren, aber trotzdem glaube ich, dass ich noch klar im Kopf bin. Von daher bin ich nicht abgeneigt.“
Magath gewann im Laufe seiner Trainerkarriere die Deutsche Meisterschaft mit Bayern München und dem VfL Wolfsburg. Auch für Werder Bremen stand er an der Seitenlinie – allerdings ohne großen Erfolg. Mitten im Abstiegskampf der Saison 1998/99 musste er den Verein verlassen.
In Internetforen träumen Werder-Fans derweil von einer ganz anderen Lösung. Sie halten Thomas Schaaf für den geeigneten Nachfolger von Horst Steffen. Der 64-Jährige genießt an der Weser Legendenstatus, holte mit den Grün-Weißen 2004 das Double und gewann 2009 noch einmal den DFB-Pokal.
Dass es tatsächlich zu einem Comeback des Meistertrainers kommt, gilt jedoch als nahezu ausgeschlossen. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll es zwischen Werder und Schaaf keinen Kontakt bezüglich eines Trainerengagements geben.