Delmenhorst/Bremen Delmenhorster Markus Weise macht auch als Oma eine gute Figur
Vier Zusatztermine für „Oma wird verkauft“ sind ab September am Boulevardtheater Bremen eingeplant. Die Komödie stammt von Florian Battermann.
Die letzten Vorstellungen von „Oma wird verkauft“ im Boulevardtheater Bremen sind schon ein Weilchen her – doch die Nachfrage nach der Komödie von Florian Battermann, der sich durch Anton Hamiks Klassiker „Der verkaufte Großvater“ inspirieren ließ, versiegte nie ganz. Deshalb sind nun vier neue Zusatztermine der Inszenierung von Marc Gelhart in den Spielplan aufgenommen worden. Karten für die Vorstellungen vom 11. bis 13. September sind bereits im Verkauf. Mit dabei in tragender Rolle ist wieder der Delmenhorster Schauspieler Markus Weise, der sich am Boulevardtheater längst zu einem Publikumsliebling gemausert hat.
Manfred Kummer (Hermes Schmid) und sein Sohn Karsten (Markus Weise) haben ein Problem – ihr traditionsreiches Bestattungsinstitut läuft nicht mehr. Zum Glück gibt es noch die zänkische Oma Edith, Manfreds Schwiegermutter, von deren Rente sich die Familie so manchen Monat über Wasser halten muss. Insofern ist man auf Oma angewiesen und erträgt ihre Launen wohl oder übel, bis Edith eines Morgens sanft in ihrem Fernsehsessel entschläft. Was sollen Manfred und Karsten nun tun? Damit Omas Rente auch weiterhin fließt, wollen die beiden Männer ihrer Umwelt gegenüber behaupten, dass Edith noch lebt. So wird die Rentnerin still und heimlich in den Kühlraum des Bestattungsinstituts geschafft, bis sich ein passender Kandidat gefunden hat, zu dem man Oma mit in den Sarg legen kann.
Doch plötzlich taucht Werner Grube (Christian Schliehe) auf, der erfolgreichste Bestatter der Stadt, und will seine Tochter Kerstin (Isabell Christin Behrendt) mit Karsten verkuppeln. Denn das Bauamt sperrt sich seit Jahren gegen Werners Bau eines Krematoriums, während die Kummers als Einzige in der Stadt ein eigenes Krematorium besitzen. Doch die beiden jungen Leute lassen sich schon vor dem Kennenlernen nicht verkuppeln. Nun ist der Bestatter mit seinem Latein am Ende. Das Blatt wendet sich, als Werner zufällig erfährt, dass die Immobilie der Kummers gar nicht Manfred, sondern noch immer Oma Edith gehört, von deren Ableben natürlich auch er nichts weiß. Deshalb bietet er Manfred spontan an, die streitlustige Seniorin für 75.000 Euro zu übernehmen. Dieses Angebot ist einfach zu verlockend, und so kommt Karsten schließlich auf die verrückte Idee, sich als Oma zu verkleiden.
Die Komödie „Oma wird verkauft“ zeigt, wie viel Potenzial auch heute noch in dem Vorbild „Der verkaufte Großvater“ steckt. Angereichert mit einem höchst komödiantischen Ritt über unzählige Pointen, der ein bisschen an „Charleys Tante“ und „Mrs. Doubtfire“ erinnert, entfaltet das Stück von Battermann mit einer Prise schwarzen Humors jedoch seinen ganz eigenen Charme.
Mehr Infos und Tickets gibt es online unter www.boulevardtheater-bremen.de.