Osnabrück  Glatteis-Warnung kam erst am Morgen: Warum Prognosen in Osnabrück so schwierig waren

Allen Xu
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Von Allen Xu
| 23.01.2026 17:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Spiegelglatt waren Freitagmorgen die Straßen in Osnabrück. Damit hatten viele nicht gerechnet. Frühzeitig gab es keine Warnungen. Foto: Denise Matthey
Spiegelglatt waren Freitagmorgen die Straßen in Osnabrück. Damit hatten viele nicht gerechnet. Frühzeitig gab es keine Warnungen. Foto: Denise Matthey
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Für viele Menschen in Osnabrück kam das Glatteis am Freitag überraschend. Warum die Warnung erst am Freitagmorgen kam – und was die aktuelle Wetterlage für Prognosen so schwierig macht.

Anders als beim Sturmtief „Elli“, bei dem Stadt und Landkreis Osnabrück unter Bezug auf Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bereits am Vortag über Schulausfälle entschieden hatten, kam die Warnung vor Glatteis am Freitag erst am Morgen selbst. Auch die Entscheidung über Unterrichtsausfälle fiel erst zu diesem Zeitpunkt – für viele Menschen in der Region kam die gefährliche Glätte damit überraschend.

Der Grund dafür liegt nach Angaben einer Meteorologin des DWD in der besonderen Prognoseschwierigkeit der aktuellen Wetterlage. Das Glatteis entstehe durch Niederschläge, die auf noch stark ausgekühlte Böden treffen. Entscheidend für die Gefährlichkeit sei dabei nicht allein die angekündigte Niederschlagsmenge, sondern wie viel davon tatsächlich den Boden erreiche.

Gerade bei gefrierendem Regen könne ein Teil des Niederschlags bereits beim Fallen durch eine trockene Luftschicht wieder verdunsten. Entsprechend richte sich auch die Warnstufe nach der tatsächlich am Boden messbaren Menge. Diese könne verlässlich erst kurzfristig anhand von Echtzeitbeobachtungen beurteilt werden, so die Meteorologin.

Aktuell gilt laut DWD eine Glättewarnung bis Samstag, 11 Uhr. Ursache sind sowohl gefrierende Restnässe als auch mögliche weitere Niederschläge, Eisregen und auch Schnee.

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