Glatteis  Knochenbrüche bringen Patienten in Ostfrieslands Kliniken

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 23.01.2026 17:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Mann geht über einen vereisten Gehweg. In der Nacht hat es gefrierenden Regen gegeben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Ein Mann geht über einen vereisten Gehweg. In der Nacht hat es gefrierenden Regen gegeben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Das Glatteis hat viele Menschen in Ostfriesland ins Krankenhaus gebracht. Wartezeiten, viel los in den Notaufnahmen: Die Lage in den Krankenhäusern ist unterschiedlich.

Ostfriesland - Viele Stürze und Verletzte: Das Glatteis in der Region hat viele Patientinnen und Patienten in die Krankenhäuser gebracht. Teils sorgte das für Wartezeiten und die Häuser haben reagiert.

Massiv erhöhtes Patientenaufkommen am Borro in Leer

Wegen der extremen Glatteislage verzeichnet das Borromäus-Hospital in Leer seit den Morgenstunden des 23. Januar 2026 ein massiv erhöhtes Patientenaufkommen, teilt Sprecher Hauke Mucha auf Anfrage mit. Weil viele Patienten zeitgleich eintreffen, ließen sich längere Wartezeiten im chirurgischen Bereich derzeit leider nicht vermeiden.

Man priorisiere die Behandlungen nach medizinischer Dringlichkeit, um die Versorgung schwerer Verletzungen jederzeit sicherzustellen. Am häufigsten bringen Stürze mit dem Fahrrad oder zu Fuß die Menschen ins Krankenhaus, so Mucha. Es gebe Prellungen bis hin zu komplexen Knochenbrüchen, die operiert werden müssen – „hier sehen wir heute vermehrt Oberschenkelhals- und Handgelenksfrakturen“.

Man habe die Kapazitäten hochgefahren und die Patientensteuerung optimiert. Man nutze unter anderem Räume im MVZ, in denen insbesondere Arbeits- und Wegeunfälle separat versorgt werden könnten. „Diese gezielte Entflechtung der Patientenströme stellt sicher, dass sowohl Notfälle als auch Unfallpatienten trotz der hohen Auslastung weiterhin effizient behandelt werden.“

Ubbo-Emmius-Klinik Aurich: Viel Arbeit in der Notaufnahme

In der Notaufnahme der UEK Aurich werden derzeit überproportional viele Unfallpatientinnen und -patienten versorgt, schreibt Annika Weigelt, die Sprecherin der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden. Die hohe Zahl der Patientinnen und Patienten sei auf die aktuellen Wetterbedingungen zurückzuführen „und war unter diesen Umständen erwartbar“.

Insgesamt seien im Zeitraum von 8 bis 11 Uhr bereits 25 Traumapatienten aufgenommen worden. „In der Regel handelt es sich um Frakturen nach Stürzen oder auch Prellungen. Viele der Patienten werden noch am heutigen Tag operiert. In der Notaufnahme des Klinikums Emden ist die Lage etwas entspannter.“

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