Osnabrück  Symptome, Fallzahlen, Impfung: So verläuft die Grippewelle in der Region Osnabrück

David Wagner
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Von David Wagner
| 24.01.2026 07:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Grippewelle in Osnabrück: Die wichtigsten Fragen. Foto: imago stock&people
Grippewelle in Osnabrück: Die wichtigsten Fragen. Foto: imago stock&people
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Die steigenden Fallzahlen der Grippewelle in Osnabrück werfen viele Fragen auf. Wir liefern Antworten zur aktuellen Lage in den Kliniken und den Empfehlungen von Ärzten und Gesundheitsdienst.

Die Influenza ist in der Region Osnabrück angekommen und sorgt für volle Wartezimmer und Kliniken. Seit Ende November 2025 verzeichnet der Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis einen deutlichen Anstieg an bestätigten Fällen. Ein Todesfall infolge einer Infektion wurde bereits gemeldet.

Frage: Wie stellt sich die aktuelle Situation in Osnabrück dar?

Die Zahlen steigen spürbar an. Dem Gesundheitsdienst wurden seit Sommer 2025 bis zum 8. Januar 2026 bereits 250 laborbestätigte Influenza-Nachweise übermittelt. Diese Zahl zeigt jedoch nur die Spitze des Eisbergs, da nur wenige Erkrankte getestet werden. Im Vergleich zum Vorjahr startete die Welle etwa vier Wochen früher. Dennoch liegen die Werte noch unter den Gipfelwerten der letzten Saison, in der es insgesamt rund 2400 Fälle gab.

Frage: Welche Altersgruppen sind besonders betroffen?

Aktuell trifft es vor allem Kleinkinder und ältere Menschen über 65 Jahre. Im Christlichen Kinderhospital Osnabrück (CKO) werden seit Jahresbeginn deutlich mehr Säuglinge und Kleinkinder stationär behandelt. Chefarzt Dr. Florian Urlichs berichtet von vielen jungen Patienten mit Atemwegserkrankungen und hohem Fieber. Er rechnet damit, dass die Fallzahlen weiter steigen und der Höhepunkt erst im Februar erreicht wird.

Frage: Woran erkenne ich den Unterschied zwischen Grippe und Erkältung?

Eine echte Grippe tritt meist sehr plötzlich auf, oft innerhalb von Stunden. Typische Anzeichen sind Schüttelfrost, hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Husten und Schnupfen kommen hinzu. Eine einfache Erkältung beginnt hingegen oft schleichend und die Symptome verstärken sich über Tage.

Frage: Ist eine Impfung im Januar noch sinnvoll?

Ja, eine Impfung lohnt sich auch jetzt noch. Der Höhepunkt der Welle wird erfahrungsgemäß erst Ende Februar oder Anfang März erwartet. Nach der Spritze dauert es zehn bis 14 Tage, bis der vollständige Schutz aufgebaut ist. Der aktuelle Impfstoff deckt die in Osnabrück dominierende H3N2-Variante ab.

Frage: Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Impfung erfolgt klassisch in den Arztpraxen. Seit Oktober 2022 gehört die Influenza-Impfung auch zur Regelleistung der Apotheken.

Frage: Welche Viren kursieren aktuell noch?

Neben der Influenza treten auch Corona und das RS-Virus auf. Bei Corona verlaufen die Erkrankungen durch die vorherrschenden Varianten meist milder.

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