„blum2000“  Verbraucherzentrale warnt vor Blumenhändler im Internet

Pia Pentzlin
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Von Pia Pentzlin
| 21.01.2026 15:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Internet bietet ein Fakeshop Blumen an. Wer dort bestellt, erhält keine Ware. Symbolfoto: Pixabay
Im Internet bietet ein Fakeshop Blumen an. Wer dort bestellt, erhält keine Ware. Symbolfoto: Pixabay
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Ein Online-Shop hat die Website eines bekannten Blumenhändlers kopiert. Wer dort bestellt, erhält keine Ware. Das müssen Sie jetzt wissen.

Ostfriesland/Aurich - Wer derzeit vorhat, im Internet Blumen oder Pflanzen zu bestellen, sollte aufpassen. Der Grund: Der Anbieter „blum2000“ hat den Auftritt eines seriösen Blumenhändlers kopiert. „Wer hier bestellt, wird keine Lieferung erhalten“, sagt Bastian Wehr. Er ist Berater der Verbraucherzentrale Niedersachsen und arbeitet in der Regionalstelle Aurich.

Geld zurückfordern, Konten überprüfen und zur Anzeige bringen

Der Betrug sei schwer zu erkennen. Die URL des Shops unterscheide sich nur kaum vom Original. „Selten werden Shops so detailgetreu nachgebildet. Auch wer den Anbieter kennt, wird nicht unbedingt merken, bei einer Kopie gelandet zu sein“, so Wehr. Auffällig sei nur, dass weder das Impressum noch das Kleingedruckte verlinkt seien. Wer schnell über sein Smartphone bestellen möchte, wird also nur schwer einen Unterschied zum großen Blumenhändler erkennen.

Ist man in die Falle des gefälschten Online-Shops getappt, müsse versucht werden, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Für diesen Fall hat Wehr folgende Tipps: Betroffene können versuchen, ihre Zahlung zurückzuziehen. „Der Shop bietet nur die Zahlung per Kreditkarte an. Sie kann gegebenenfalls über das Charge-Back-Verfahren der Bank storniert werden“, erklärt der Berater. Es sei ratsam, die eigenen Bank- und E-Mail-Konten zu überprüfen. Eine Option sei auch, die Kreditkarte sperren zu lassen. Laut Wehr sollten Betroffene alle Belege rund um die Buchung sichern und den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige bringen. Die Lieferung der Ware beim Anbieter einzufordern, sei hingegen meist zwecklos.

Für alle, die Opfer dieses oder anderer Fakeshops geworden sind, finden bei der Verbraucherzentrale weitere Hilfestellungen.

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