Bürgerinitiative „Rettet den Elisabethfehnkanal“ aufgelöst
Nach mehr als einem Jahrzehnt engagierter Arbeit hat sich der Verein „Bürgerinitiative Rettet den Elisabethfehnkanal“ aufgelöst. Ihr Ziel haben die Mitglieder erreicht.
Elisabethfehn - Der Verein „Bürgerinitiative Rettet den Elisabethfehnkanal“ hat sich aufgelöst. In einer Mitgliederversammlung im Martin-Luther-Haus in Elisabethfehn wurden der formale Auflösungsbeschluss gefasst und weitere Regelungen zur Liquidation des Vereins vereinbart. Die Bürgerinitiative war im Oktober 2012 gegründet und knapp ein Jahr später als gemeinnütziger Verein angemeldet worden. Das Ziel – der Neubau der Schleuse Osterhausen und damit die Rettung des letzten in Deutschland noch voll schiffbaren Fehnkanals – wurde 2020 erreicht. Dazwischen lagen sieben Jahre intensiver Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit.
Mehr als 10.000 Unterstützer
Mit zahlreichen bunten und kreativen Aktionen, die auch überregional Aufmerksamkeit erregten, machten die Aktiven immer wieder darauf aufmerksam, dass der Kanal erhalten bleiben muss. Eine Unterschriftensammlung mit über 10.000 Unterstützern, ein großer Bootskorso mit Dutzenden von Sportbooten, eine Menschenkette in Dreibrücken, das umfangreiche „Bestricken“ von Brücken und Schleusen oder ein Treffen von Traditionsschiffen gehörten zu den Höhepunkten. Legendär war auch eine Postkartenaktion zu Weihnachten: Hunderte von „Weihnachtsgrüßen aus Elisabethfehn“ landeten beim damaligen Staatssekretär Enak Ferlemann, der für die Entscheidung über den Schleusenbau eine wichtige Rolle spielte.
Verein offiziell aufgelöst
Auf dem Höhepunkt der Aktivitäten zählte der Verein über 600 zahlende Mitglieder, darunter 25 Vereine und Organisationen. Die Facebook-Seite hatte schon kurz nach dem Start über 2.000 Follower. Das alles gab viel Rückwind für den politischen Erfolg der Bürgerinitiative, wie Vorsitzender Walter Eberlei zufrieden resümiert. Zum Abschluss des Projekts wurde noch ein Schleusenmodell erstellt, das im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn auf viel Interesse stößt.
Von den zu Hochzeiten über 600 Mitgliedern kam ein „harter Kern von Aktiven“ zusammen, um den Verein letztlich aufzulösen. Eine Arbeitsgruppe um Hanne Klöver und Walter Eberlei wird sich nun um die Dokumentation und Archivierung des umfangreichen Materials kümmern.
Vorsitzender Walter Eberlei zieht positive Bilanz
Vorsitzender Walter Eberlei bedankt sich bei allen Aktiven für die aus seiner Sicht nicht nur erfolgreiche, sondern auch stets sehr freundschaftliche und angenehme Zusammenarbeit in der Bürgerinitiative. Der Verein habe bewiesen, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger auch politische Entscheidungen in Berlin und Hannover beeinflussen könnten. Das Motto des Vereins „Einigkeit macht stark!“ habe sich durchgängig bewährt. Und: Das gemeinsame Engagement habe doch immer sehr viel Spaß gemacht, erinnert er sich gerne.