Ibbenbüren Sanierung der A30: Vier Brücken werden bei Ibbenbüren abgerissen
In acht Abschnitten soll die A30 zwischen Rheine und dem Autobahnkreuz Lotte grundsaniert werden. In Ibbenbüren werden dafür bis in den Februar 2026 vier Brücken abgerissen.
Für die Sanierung der A30 wird ab 9. Januar die Unterführung der B219 unter der Autobahn teilweise abgerissen. Die Bundesstraße ist für drei Tage gesperrt, der Verkehr auf der Autobahn fließt weiter. In den kommenden Wochen sind drei weitere Brückenabrisse geplant.
Die Sperrung der B219 (Münsterstraße) unter der Autobahn gilt von Freitag, 9. Januar, 20 Uhr, bis Montag, 12. Januar, 5 Uhr. Eine Umleitung ist eingerichtet.
In dieser Zeit wird die Unterführung zur Hälfte abgerissen. Der Verkehr auf der A30 fließt über die andere Hälfte und eine Behelfsbrücke weiter.
Nach dem Abriss beginnt der Neubau. Begonnen wird mit den Bohrarbeiten für die Gründung der Brücke. Nach Fertigstellung des neuen Teilbauwerks wird der Verkehr auf der A30 auf seine Seite verlegt und Abbruch und Ersatzneubau der zweiten Hälfte beginnen.
Anfang August 2026 soll die Brücke komplett fertig sein. Dann wird auch die Anschlussstelle Ibbenbüren der A30 Richtung Amsterdam wieder freigegeben. Sie ist seit Dezember 2025 für den Neubau der Unterführung gesperrt.
Außerdem läuft auf der Autobahn rund um die Anschlussstelle Ibbenbüren eine Sanierung der Fahrbahn. Die Arbeiten sind Teil der Grundsanierung der knapp 35 Kilometer langen Teilstrecke der A30 zwischen Lotte und Rheine. Den Auftrag dazu erhielt die Deges Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH.
Die ältesten Teile dieser Autobahn stammen aus den 1960er-Jahren. Auf ihr sind täglich bis zu 45.000 Fahrzeuge unterwegs. 2030 sollen es über 50.000 sein.
Vorarbeiten und Untersuchungen laufen seit 2021. Es geht um den Neubau oder die Sanierung von 55 Brücken, zwei davon Großbrücken, acht Anschlussstellen und zwei Tank- und Rastanlagen.
Im Sommer 2025 begannen die Arbeiten im Abschnitt Rheine-Kanalhafen mit 15 Brückenbauwerken. Die Anschlussstelle wurde komplett gesperrt, sie soll im Mai 2026 wieder geöffnet werden. 5,3 Kilometer Fahrbahn werden hier saniert.
Mit der Sperrung der Anschlussstelle Ibbenbüren in Fahrtrichtung Amsterdam am 11. Dezember 2025 gingen auch hier die Arbeiten in die heiße Phase. Im 2,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle und der Eisenbahnunterführung werden acht Brückenbauwerke neu gebaut und zwei weitere instand gesetzt. Die Strecke wird ebenfalls grundsaniert.
In den kommenden Wochen bis in den Februar hinein möchte die Deges drei weitere Unterführungen unter der Autobahn Richtung Lotter Kreuz abreißen: Sandweg, Lengericher Straße und Eisenbahn. Der Sandweg soll vom 26. bis 31. Januar an der Reihe sein, er wird nur tagsüber gesperrt. Die Termine im Februar werden in Kürze bekannt gegeben.
Weitere Abschnitte der Sanierung befänden sich derzeit noch in der Planung, teilt Simone Döll mit, regionale Pressesprecherin der Deges. Angaben zum Zeitplan und zu den Kosten seien daher noch nicht möglich.