Hamburg Wenig Zusatzbeitrag, viele Leistungspunkte: Das sind die besten Krankenkassen 2026
Viele Krankenkassen haben für 2026 Beitragserhöhungen angekündigt, um die großen Lücken im Gesundheitssystem zu schließen. Trotz Preiserhöhungen wechseln jährlich nur etwa fünf Prozent der Deutschen die Krankenkasse, obwohl sich das für viele lohnen könnte.
In Deutschland gibt es ungefähr 100 gesetzliche Krankenversicherungen. Bei welcher man versichert ist, können die meisten Menschen selbst entscheiden. Doch wo bekommt man am meisten für sein Geld? Und wann lohnt sich ein Wechsel?
Im Jahr 2024 gaben in einer repräsentativen Umfrage der Managementberatung Horváth 43 Prozent der Befragten an, 2025 wegen steigender Beiträge die Krankenkasse wechseln zu wollen. Laut Schätzungen des Spitzenverbandes der deutschen Krankenkassen sind allerdings nur etwa fünf Prozent der Versicherten diesen Weg auch gegangen – obwohl ein Wechsel wesentlich bessere Konditionen bedeuten kann.
Laut den Experten von Finanztip.de könnte der Wechsel in diesem Jahr eine Ersparnis von bis zu 262 Euro einbringen, wenn das Einkommen über 50.000 Euro liegt. Bei einem Einkommen von bis zu 40.000 Euro könne man bis zu 202 Euro sparen. Für Spitzenverdiener mit 69.750 Euro Gehalt oder mehr seien sogar bis zu 312 Euro möglich. Ab diesem Wert steigen die Beiträge aufgrund der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze nicht mehr an. Die Berechnungen beruhen zur Veranschaulichung auf konfessionslose Singles ohne Kinder, die meist in der Steuerklasse 1 eingestuft sind.
Um einen Überblick über das Preis-Leistungs-Verhältnis der deutschen Versicherer zu erhalten, haben die Experten von Finanztip.de einen Vergleich aufgestellt, der sich vor allem am Zusatzbeitrag, den erreichten Leistungspunkten und weiteren Aspekten wie Extras oder Transparenz in der Preisstruktur orientiert. Als Grundsatz gilt laut Finanztip: Wer mehr als 4 Prozent Zusatzbeitrag zahlt, sollte wechseln. Trotzdem sollten Versicherte darauf achten, dass sich die Preise der Krankenversicherungen auch kurzfristig ändern können.
Obwohl viele einen Kassenwechsel mit hohen bürokratischen Hürden und viel Papierkram verbinden, ist der Umstieg heute relativ einfach. Über eine gemeinsame Website der deutschen Krankenkassen kann der Wechselservice in Anspruch genommen werden. Kostenfrei können Versicherte aus einer langen Liste an Kassen die neue Wunschversicherung auswählen und bekommen direkt das passende Formular für den Wechsel angezeigt.
Sobald die Anmeldung bei der neuen Krankenkasse durch ist, ist diese auch dafür zuständig, die Kündigung bei der alten Krankenkasse vorzunehmen und zu koordinieren. Die Kündigungsfrist bei allen Krankenkassen ist per Gesetz zwei Monate. Wer also Anfang Januar kündigt, ist bereits ab dem 1. April neu versichert.