Zuletzt in Lettland Germania Leer siegt mit drei Neuzugängen
Der Bezirksligist kam bei den Kreismeisterschaften souverän weiter. Dabei überraschte der VfL mit drei internationalen Zugängen. Sie deuteten ihr Potenzial an. Bei Heisfelde glänzte ein 41-Jähriger.
Leer - Mit drei „Weihnachtsgeschenken“ im Gepäck trat der VfL Germania Leer am Dienstagabend, 30. Dezember 2025, bei den Leeraner Hallenfußball-Kreismeisterschaften an. Gleich drei neue Spieler trugen erstmals das Trikot des Fußball-Bezirksligisten. Das Trio aus Syrien, Ghana und Nigeria soll unter freiem Himmel helfen, den zweiten Abstieg in Serie zu verhindern. Unterm Hallendach der BBS-Halle hatten die drei Neu-Germanen ihren Anteil daran, dass der VfL als souveräner Gruppensieger vor rund 250 Zuschauern den Finaltag erreichte. Auch für Fortuna Veenhusen, TuRa 07 Westrhauderfehn und VfR Heisfelde geht es am Samstag weiter. Die letzten vier Endrundenteilnehmer werden am Freitagabend ermittelt, wenn die Vorrundengruppen fünf und sechs spielen.
In der späteren Gruppe 4 gingen die Blicke vor allem auf den VfL Germania Leer, der mit drei neuen Spielern aufwartete. Doch für die Germanen waren es schon vertraute Gesichter: „Die drei haben schon die vergangenen Wochen seit Herbst bei uns mittrainiert und sind seitdem schon in Leer. Nun sind sie für uns spielberechtigt. Alle drei helfen von Tag eins und werden Verstärkungen für uns sein“, erklärte Germania-Trainer Jan-Niklas Eickels auf Nachfrage. Er kündigte auch weitere Zugänge an, wie auch kürzlich schon der Sportliche Leiter Erhan Colak. Auf der anderen Seite ist noch offen, wie viele der in der Winterpause nach Sambia zurückgekehrten Spieler nochmal wieder für die Germania auflaufen werden.
Die Neuzugänge
Der erste Auftritt der neuen Leeraner Spieler war jedenfalls gelungen. Alle vier Vorrundenspiele wurden gewonnen, gegen TuRa 07 Westrhauderfehn II und den TSV Lammertsfehn aus der A-Klasse jeweils mit 3:0. Gegen Ostfrieslandligist Fortuna Veenhusen (3:2) und die SG Ems-Dollart aus der A-Klasse (2:1) ging es knapper zu. Rund die Hälfte der Leeraner Tore erzielten Lorans al Ezo (24 Jahre), Richmond Frimpong (20 Jahre) und Prince Sam-Amaehule (19 Jahre). Besonders der aus Syrien stammende und die vergangenen Jahre in den Niederlanden spielende al Ezo fiel auf. Aber auch Frimpong aus Ghana und Sam-Amaehule aus Nigeria deuteten ihr Potenzial an. Die beiden sind über den Spielerberater Rüdiger Schult in Leer gelandet. „Sie haben zuletzt in Lettland in der 3. Liga gespielt“, sagte Eickels. „Wir sind souverän weitergekommen. Ich bin mit der gesamten Mannschaft zufrieden.“
Während die TuRa-Reserve und Lammertsfehn keine Chance aufs Weiterkommen hatten, entwickelte sich zwischen Veenhusen und Ems-Dollart ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei. Beide Teams hatten sechs Punkte, als sie in ihrem letzten Spiel aufeinandertrafen. Dabei siegte Veenhusen nach einem Hattrick von Helge Heine (5 Tore) 3:0. „Ich bin glücklich, dass wir weitergekommen sind. Jetzt freuen wir uns auf die Zwischenrunde“, so Trainer Holger Stöter.
41-Jähriger trumpft auf
Bezirksligist TuRa 07 Westrhauderfehn wurde seiner Favoritenrolle in der Gruppe 3gerecht und holte sich mit sieben Punkten den Gruppensieg. Nur gegen das stark aufspielende VfR Heisfelde gab es beim 2:2 einen Punktverlust. „Im letzten Spiel gegen Heisfelde haben wir dem Gegner ein paar Chancen zu viel ermöglicht. Das Remis geht in Ordnung“, sagte TuRa-Trainer Rainer Sinnigen, der nach den Siegen gegen Holtland/Brinkum (3:1) und Teutonia Stapelmoor (3:0) aber grundsätzlich zufrieden war. „Durch das Weiterkommen haben wir das Mindestziel erreicht. Alles in Ordnung.“
Nicht etwa Ostfrieslandligist Holtland/Brinkum noch A-Klassen-Tabellenführer Teutonia Stapelmoor sicherten sich das zweite Ticket für den Finaltag am Samstag, sondern der VfR Heisfelde (A-Klasse). Vor dem abschließenden Remis gegen TuRa 07 feierte die Mannschaft von Matthias Schmidt zwei knappe Siege gegen Stapelmoor (2:1) und Holtland (3:2). „Ich bin mit dem Auftritt sehr zufrieden. Da habe ich so nicht mit gerechnet. Wir sind verdient eine Runde weiter“, sagte der Coach. Bemerkenswert: Der 41-jährige Heisfelder Benjamin Geus traf in jedem Spiel und erzielte drei der insgesamt sieben VfR-Treffer.