Rhauderfehn  Gymnasiasten bringen Grüße zu Senioren

Clarissa Scherzer
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Von Clarissa Scherzer
| 22.12.2025 15:59 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Schulkinder vom Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn verteilten wenige Tage vor Weihnachten Weihnachtsgrüße an Menschen in Pflegeheimen der Region. Lehrkraft Wiebke Rademacher begleitete die Gruppe. Foto: Clarissa Scherzer
Schulkinder vom Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn verteilten wenige Tage vor Weihnachten Weihnachtsgrüße an Menschen in Pflegeheimen der Region. Lehrkraft Wiebke Rademacher begleitete die Gruppe. Foto: Clarissa Scherzer
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Mit Karten und kleinen Aufmerksamkeiten haben Schülerinnen und Schüler des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums Bewohner mehrerer Pflegeheime in der Region überrascht. Die Aktion sorgte für große Freude.

Westrhauderfehn - Insgesamt 450 weihnachtliche Grüße verteilten Schülerinnen und Schüler vom Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn wenige Tage vor Weihnachten an Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheime der Region. Die Karten nebst Grußbotschaft entwarfen die Schulkinder aller Weihnachtspost Jahrgänge selbst. Auch kleine Aufmerksamkeiten, wie Teebeutel und gefaltete Weihnachtsmänner waren darunter. Die Freude bei den Beschenkten war groß. Gestartet wurde beim Reilstift Rhauderfehn. Die Aktion dauerte bis zum Nachmittag.

Mit viel Liebe wurden die Weihnachtskarten gestaltet. Foto: Clarissa Scherzer
Mit viel Liebe wurden die Weihnachtskarten gestaltet. Foto: Clarissa Scherzer

Bereits zum vierten Mal konnten sich Menschen aus den Pflegeheimen in der Region über selbstgebastelte und handschriftliche Weihnachtsgrüße von Jungen und Mädchen des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums freuen. Während der Corona-Pandemie wurde sie ins Leben gerufen, berichtete Lehrkraft Wiebke Rademacher. Sie begleitete die Schulkinder beim Verteilen der Weihnachtspost durch die Pflegeheime. Neben dem Reilstift ging es für mit den Grüßen auch zum Ancoraring, zum Haus zwischen den Wieken in Ostrhauderfehn sowie zu Pahl Pflege in Westoverledingen. Auch die Menschen im Lindenhof Ihrhove sowie vom Sonnenhof Idafehn wurden bedacht.

Auch Johanne Ploeger (links), Bewohnerin vom Reilstift Rhauderfehn, wurde von den Schulkindern beschenkt (von links): Charlotte Kuhlemann, Marie Starke und Sandra Kloppenburg überreichten die Grußbotschaft. Foto: Clarissa Scherzer
Auch Johanne Ploeger (links), Bewohnerin vom Reilstift Rhauderfehn, wurde von den Schulkindern beschenkt (von links): Charlotte Kuhlemann, Marie Starke und Sandra Kloppenburg überreichten die Grußbotschaft. Foto: Clarissa Scherzer

Positive Reaktionen und Freude

„Die Kinder sind immer sehr vorsichtig und zaghaft. Sie wollen nicht stören,“ hob Rademacher hervor. In den Karten finden sich kleine Gedichte, allgemeine gute Wünsche und Grüße, aber auch persönliches. Einige schrieben ihre Anschrift dazu, um einen weiteren Kontakt über die Weihnachtsaktion hinaus zu ermöglichen, erläuterte die Lehrkraft.

Im vergangenen Jahr habe es auch Antworten gegeben. Dass in der heutigen Zeit Karten schreiben und gestalten bei jüngeren Menschen nicht mehr so geläufig ist, stellte Rademacher fest. Manche haben lernen müssen, wie man eine Karte schreibt.

Schülerinnen und Schüler von Jahrgang 5 bis 13 machten bei der Aktion mit. Einige Eltern beteiligten sich auch mit selbst entworfenen Grußkarten. Selbstgebastelte Karten konnten vorab beim Weihnachtsbasar des Gymnasiums erworben werden. Die Aktion löse positives Staunen und viel Freude bei den Seniorinnen und Senioren aus, beobachtete die Lehrkraft. Sie beschrieb: „Für die Bewohner ist es gar nicht zu begreifen, dass sie ein Geschenk bekommen ohne Gegenleistung. Sie freuen sich sehr darüber. Eine kleine Geste mit großer Freude.“

Auch Käthe Boekhoff erhielt Weihnachtspost von den Schülerinnen und Schülern des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums. Foto: Clarissa Scherzer
Auch Käthe Boekhoff erhielt Weihnachtspost von den Schülerinnen und Schülern des Albrecht-Weinberg-Gymnasiums. Foto: Clarissa Scherzer

Freiwillige Aktion beteiligt vor Ferienbeginn

Für die Schulkinder sei die Aktion auch von Bedeutung. Es sei wichtig für sie, zu sehen, wie es ist, in einer Pflegeeinrichtung zu leben, so Rademacher. Die Lehrkraft schätzt das Engagement der Schulkinder. Sie betonte: „Alle anderen haben nach der 4. Stunde frei, diese Gruppe erklärt sich bereit, freiwillig so viel Zeit damit zu verbringen, anderen eine Freude zu bereiten, statt in die Weihnachtsferien zu gehen.“

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